nach oben
Kord Michaelis dirigiert den Motettenchor, der unter anderem Werke von Rolf Schweizer sang.
Kord Michaelis dirigiert den Motettenchor, der unter anderem Werke von Rolf Schweizer sang.
13.06.2016

Gedenken an Rolf Schweizer

Pforzheim/Selb. Mehrere Hundert Menschen sind gestern Abend in der Stadtkirche Pforzheim zusammengekommen, um dem im Alter von 80 Jahren verstorbenen Kirchenmusikdirektor Rolf Schweizer bei einer Abendmusik zu gedenken. An einem Ort, so Pfarrer Hans Gölz-Eisinger, „der geprägt ist von der gemeinsamen Begegnung und dem gemeinsamen Musizieren“ mit Rolf Schweizer.

Eingeleitet wurde die Gedenkfeier mit Schweizers Komposition „Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit.“ Der im Wechsel gesprochene Psalm 27 und die Bach-Motette „Jesu, meine Freude“ sowie eine Lesung umrahmten die Gedenkstunde, in deren Mittelpunkt die Kompositionen des langjährigen Landeskantors standen. Der Motettenchor unter Leitung von Kord Michaelis sang den Kanon „Lobe den Herrn, mein Leben“ und das Lied „Bevor die Sonne sinkt“. Musikalisch gestalteten zudem Heike Hastedt an der Orgel sowie Barbara und Georg Noeldeke (Cello und Geige) die Abendmusik.

Bei der Beisetzung Rolf Schweizers am Freitag in Selb, wo der Kirchenmusikdirektor die letzten Jahre verbracht hatte, gedachte OB-Vertreter Rolf Constantin des verstorbenen Ehrenbürgers. Er würdigte Schweizer als Protagonisten des neuen geistlichen Lieds, als Chor-, Bläser- und Orchesterdirigent und Komponisten. Durch das Wirken des Kirchenmusikdirektors habe die geistliche Musik in Pforzheim eine Bedeutung erlangt, die über die Grenzen der Kirche hinausgegangen sei. Schweizer habe sich mit allen Fähigkeiten und Emotionen in seine Werke eingebracht – darin habe die Quelle seiner Ausstrahlung gelegen. ps/ol