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Ljiljana Borota (links)  am Klavier  am Klavier und Ina Bartel spielten zum Gedenken an die verstorbene Maja Prodanovic.  frommer
Ljiljana Borota (links) am Klavier am Klavier und Ina Bartel spielten zum Gedenken an die verstorbene Maja Prodanovic. frommer
21.03.2016

Gedenkkonzert für Maja Prodanovic in der Jugendmusikschule Pforzheim

Pforzheim. Ein musikalischer Nachruf: Maja Prodanovic wurde kurz vor Weihnachten 2015 aus ihrem jungen, vielversprechend begonnenen Leben gerissen. Nun widmete die Jugendmusikschule Pforzheim der angehenden Humanmedizinerin und langjährigen Klavierschülerin ein ungewöhnliches Konzert, bei dem gut 100 Angehörige, Weggefährten und Freunde Maja Prodanovic gemeinsam gedachten.

Integrative Persönlichkeit

Maja Prodanovic war die einzige Tochter serbischer Eltern. Das Konzert sei „ein Dank für vergangene Leuchtspuren in unserem Leben“, sagte Genoveva Wisniewski für die Deutsch-Polnische Gesellschaft und erinnerte an das große Engagement Maja Prodanovics im Rahmen der Begegnung der hiesigen Jugendmusikschule mit dem „Zespót Szkót Muzycznych“ aus der polnischen Partnerstadt Czestochowa (Tschenstochau): „Maja übernahm damals im Klavierkonzert von Johann Sebastian Bach einen Solopart, den sie zunächst im Oktober 2007 in Pforzheim und anschließend beim Gegenbesuch im Mai 2008 in Tschenstochau glänzend meisterte. Mit ihrem Können und mit ihrer Persönlichkeit verstand sie sich als integrativer Teil des Projekts – Musik war ihr Sprachrohr“. Mit ähnlich inhaltsstarken Worten erinnerten außerdem Brigitte Sautter, die Vorsitzende des Fördervereins der Jugendmusikschule, und der angehende evangelische Pfarrer Matthias Feil, ein langjähriger Schulfreund Majas, an die Verstorbene.

Die musikalischen Klangfarben des Konzerts zu Ehren Maja Prodanovics reichten von den getragenen, innigen Kompositionen Robert Schumanns und Sergej Rachmaninows bis zur barocken Leichtigkeit Antonio Vivaldis. Die bestimmenden Instrumente waren an diesem Abend Klavier (teils sechshändig dargeboten), Oboe, Blockflöte und Trompete – gespielt von Ina Bartel, Ágnes Bánrévy, Leonard Engert, Schulleiter Andreas Michel, Petra Joubert. Gregoire Mercier, Igor Alexander Knebel, Christian Knebel und Ljiljana Borota.

Die Musikschüler Gregoire Mercier (Flügel) und Leonard Engert (Oboe) zelebrierten mit „Don Quijote et Dulcinea“ von György Ránki ein schwieriges Stück mit typisch ungarischen 5er-Rhythmen, das sie auch beim Landeswettbewerb gespielt hatten. Die Auswahl der Musik lag bei Majas früherer Klavierlehrerin Ljiljana Borota. Sie betonte im PZ-Gespräch: „Das Mindeste war dieses Konzert“.