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Geht davon aus, dass dies pandemiedingt ihr vorerst letztes Konzert sein könnte: Christina Lux. Frommer 

Gottesdienst "Advent anders" ein Licht in schweren Zeiten

Pforzheim. Besinnliche Momente am ersten Adventssonntag. Zum Beginn des neuen Kirchenjahrs begrüßte Pfarrerin Heike Reisner-Baral in der Schloßkirche St. Michael unter dem Motto "Advent anders" zu einem Gottesdienst mit der Gitarristin, Sängerin und Songschreiberin Christina Lux.

Mit Blick auf die aktuell notwendigen 2G-plus-Schutzmaßnahmen sagte sie an die Kirchenbesucher gewandt: "Wer hätte sich vor einigen Jahren, als wir 'Advent anders' kreiert haben, träumen lassen, dass wir den Advent tatsächlich anders feiern müssen?" Und im ersten Gebet: "Der du das Licht bist, komm!"

Die aus Köln angereiste und in Karlsruhe aufgewachsene Musikerin Christina Lux eröffnete den konzertanten Teil des Adventsgottesdiensts mit dem Song "Mond" aus ihrem brandneuen, am 26. November veröffentlichten Album "Lichtblicke". Die von Licht transportierte Hoffnung, menschliche Wärme und der Vorsatz, "das Leben zu feiern, wie's kommt" wurden zusammen zum roten Faden ihres musikalischen Vortrags.

Finaler Song mit besonderer Botschaft

"Wege", die entstehen, dadurch, dass man sie geht, besang sie im unmittelbar folgenden Titel. Mut und Courage anzusammeln, auf schwierigen Wegstrecken zu bestehen, durchzuhalten und an Widrigkeiten zu wachsen, sind die Impulse dieses Songs: noch ein nachdenklich stimmendes Klanggemälde, bei dem die ausdrucksstarke Stimme von Christina Lux in all ihren Facetten zur Geltung kam. Sie changierte auch bei den sich anschließenden Titeln – "Meer", "True Self" oder "Haus" – zwischen den dunklen, gefühlvollen Tonlage einer Tracy Chapman und zerbrechlichem, zartem Charme.

Erst im Gespräch nach dem Adventsgottesdienst offenbarte Christina Lux, wie sehr sie beim finalen Song "Ins Licht" selbst angefasst war: "Ich hatte einen Kloß im Hals: Der Song ist wichtigen Freunden gewidmet, die ihre Reise ins Licht unlängst angetreten haben."

Namentlich nannte sie die verstorbenen Musiker Edo Zanki (1952-2019), Astrid North (1973-2019) und Regy Clasen (1971-2020) – von Astrid North stamme das englischsprachige Zitat ihres Songs "Ins Licht", von Regy Clasen das deutsche. Nach Kyriebitte, Vaterunser und Dank entließ Heike Reisner-Baral die Kirchenbesucher mit dem Segen.