760_0900_129821_0S1A7516.jpg
Vor grüner Kulisse, im Pfarrgarten der Antoniuskirche, soll am Samstag das zehnte Serenadenkonzert stattfinden, unter anderem mit Sängerin und Organisatorin Bea Fuhr-Herz und Pianist Stefan Baur. 

Großes Herz für Notleidende: Beatrice Fuhr-Herz veranstaltet seit zehn Jahr Serenadenkonzerte

Pforzheim. „Tue Gutes und rede darüber“ – dieses rund 70 Jahre alte Zitat von Georg-Volkmar Graf Zedtwitz-Arnim ist längst zum Motto vieler PR-Menschen geworden. Eine Frau, die man schon dazu überreden muss, davon zu berichten, dass sie seit zehn Jahren Gutes tut, ist Beatrice Fuhr-Herz. Nicht nur als Grundschullehrerin weiß sie, dass viele Menschen nicht auf Rosen gebettet sind. Deshalb hat sie 2011 ihre Serenadenkonzerte ins Leben gerufen, deren Erlös mal der PZ-Aktion „Menschen in Not“, mal Brandopfern zugutekommt, mal einfach die Anschaffung einer warmen Winterjacke, einer neuen Brille ermöglicht.

Der Eintritt zu diesen Konzerten im Garten der Antonius-Kirche an der Maximilianstraße ist kostenlos, „denn nicht alle können sich einen Konzertbesuch leisten“, weiß Fuhr-Herz. Und so kommen an den Sommerabenden oft 100 Menschen zusammen, um die Musik zu genießen und – falls sie es können – zu spenden. Rund 7000 Euro sind da zusammengekommen – für schnelle, unbürokratische Hilfe. „Wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht, sieht man so vieles“, hat die Lehrerin einmal gesagt und deshalb bereits 2010 gehandelt – mit dem ersten Konzert „Pforzheimer musizieren für Pforzheimer“, der Vorläufer der Serenadenkonzerte. Das Motto ist das Gleiche geblieben: Profis und ambitionierte Hobbymusiker präsentieren ein Programm, das Freude bereitet.

Ehemaliger Schüler singt mit

Beatrice Fuhr-Herz selbst ist Sopranistin – hat zehn Jahre lang Unterricht bei Gisela Grob genossen. Und sie findet schnell Mitstreiter für ihr Projekt: Die Sänger Lemuel Cuento und Rene Reiling, den Pianisten Stefan Baur, mit dem sie normalerweise wöchentlich probt, aber auch einen ehemaligen Schüler, Mikey Stevens, den die begeisternde Lehrerin den Spaß an der Musik vermitteln konnte. Er singt inzwischen in Opern und ist Solist bei den Hauskonzerten des Evangelischen Seminars in Maulbronn. Seit Jahren dabei sind auch die Geigerin Maria Schmalz sowie die Konzertmodertoren Alexandra-Tatjana Baur und Andreas Renner.

Bei der zehnten Auflage in diesem Jahr wird die „Musikalische Reise in die Nacht“ mit zwei besonderen Gästen aufwarten: Den am Theater Pforzheim singenden Bartion Paul Jadach, der seine Frau, die Flötistin Zofia Jadach, am Klavier begleitet. Das Programm schlägt einen weiten Bogen: von Schuberts „Widmung“, über Opernarien aus Puccinis „Gianni Schicchi“ und das „Lied an den Mond“ aus Dvořáks „Rusalka“ bis zur „Barcarole“ aus „Hoffmans Erzählungen“ und dem Duett „Somewhere“ aus der „West Side Story“.

Das Serenadenkonzert findet statt am Samstag, 24. Juli, 19.30 Uhr im Pfarrgarten der Antoniuskirche. Bei schlechtem Wetter wird es in die Kirche verlegt.

Sandra Pfäfflin

Sandra Pfäfflin

Zur Autorenseite