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Illustrator Axel Scheffler steht hinter einem Pappschild mit einem liebenswerten Monster „Grüffelo“. Foto: dpa
Illustrator Axel Scheffler steht hinter einem Pappschild mit einem liebenswerten Monster „Grüffelo“. Foto: dpa
01.03.2019

„Grüffelo“-Schöpfer: Zeichnungen verleihen Büchern Zauber

Speyer. Vor 20 Jahren schuf der Zeichner Axel Scheffler das liebe Monster „Grüffelo“. Das Bilderbuch, sagt er, sei eine eigenständige Kunstform – die leider oft nicht den nötigen Respekt bekomme. Bücher gewinnen nach seiner Ansicht durch Zeichnungen deutlich an Intensität. „Ich kenne genug Beispiele, wo Geschichten viel an Zauber dazugewinnen, aber eher im Kinderbuch, zum Beispiel bei Pu der Bär“, sagt der 61-Jährige.

Es sei gut, dass es die Tradition illustrierter Kinderbücher gebe. Bei tiefgründigeren Geschichten sei das nicht so eindeutig. „Es gibt gute Gründe, warum Bücher für Erwachsene selten illustriert sind. Ich würde einen Text von Franz Kafka auf jeden Fall lieber unillustriert lesen.“

Der gebürtige Hamburger lebt seit mehr als drei Jahrzehnten in England. Das von der britischen Schriftstellerin Julia Donaldson geschriebene und von Scheffler vor 20 Jahren (1999) illustrierte Buch vom „Grüffelo“ und der cleveren Maus wurde zum Weltbestseller. Am Sonntag wird der Illustrator im Historischen Museum der Pfalz in Speyer vorlesen und zeichnen.

„Das Sams und die Helden der Kinderbücher“ im Historischen Museum der Pfalz, Speyer, ist bis 5. Mai täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. www.museum.speyer.de