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Der Sänger Bennet mit dem Produzenten Fabian Regel (Gitarre).  Foto: Roller 

Harmonisch-schöne Songs: Erst draußen, dann drinnen

Pforzheim. Es ist ein zunächst entspannter Abend im Freien: Vor dem „Café Roland“ haben die beiden Musiker von Bennet eine kleine Bühne aufgebaut, auf der sie einen Titel nach dem anderen spielen: harmonische Songs mit schöner Stimme, Soul mit Elementen von Hip-Hop und Funk, beeinflusst durch den langen Aufenthalt des Sängers in der Reggae-Keimzelle Jamaika. Bis um kurz nach halb elf.

Dann endet das Open-Air-Konzert abrupt und unfreiwillig: Ein Streifenwagen der Polizei fährt vor, zwei Beamte steigen aus. Man müsse gezwungenermaßen aufhören. Drinnen im „Café Roland“ könne man noch ein paar Songs akustisch spielen, teilen sie ihrem Publikum mit, das daraufhin sichtlich sprachlos und verärgert ist. „Eine Schande für Pforzheim“, rufen einige. Erst als die Musiker den Weg in den Alfons-Kern-Turm antreten, fährt die Polizei-Streife wieder ab. Dort spielen sie noch ein paar Nummern, für die sie viel Applaus erhalten.