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Künstler Andreas Sarow (links) im Gespräch mit PZ-Redakteur Michael Müller. © Ruf
Am Donnerstag und Freitag erstrahlt die Installation an der Hercyniastraße zum letzten Mal nächtens in hellem Licht. Nach der Finissage wird das gelb angemalte Häuschen abgerissen. Foto: Meyer
27.02.2018

Hingucker im Rodgebiet: Facebook-Live-Video mit Künstler Andreas Sarow

Pforzheim. Ob bei Tag oder bei Nacht: Das im leuchtenden Gelb des Comic-Vögelchens Tweety illuminierte und in einen Käfig gesperrte Häuschen ist ein echter Hingucker und zieht zahlreiche Neugierige ins Rodgebiet. Passanten schießen Fotos, laden sie in soziale Netzwerke hoch und befeuern damit die Kontroverse.

„Das bedrohte Haus“, die aktuell an der Hercyniastraße 38 zu besichtigende Arbeit des Pforzheimer Künstlers Andreas Sarow, spaltet erneut die Bevölkerung. Während manche ihrem Unmut Luft machen oder Anwohner sich an der bis 21 Uhr angeschalteten Beleuchtung stören, haben auf seiner Facebook-Seite schon weit über 500 Nutzer auf „Gefällt mir“ gedrückt. Inzwischen berichteten auch überregionale Medien. Grund genug, sich mit ihm zu unterhalten: PZ-Redakteur Michael Müller trifft sich mit Sarow heute trotz eisiger Kälte direkt am Objekt.

Interview mit Andreas Sarow zum "bedrohten Haus"

Bildergalerie: "Das bedrohte Haus" - Die Enstehung eines Kunstprojekts

Fertiggestellt hatte Sarow „Das bedrohte Haus“, wie bereits berichtet, vor gut einer Woche. 13 Meter lange Holz-Gitterstäbe ragen nun in den Himmel, obendrauf befindet sich eine mannshohe Öse. Das alte Gebäude, das durch die Rodung plötzlich allein auf weiter Flur stand, wirkt jetzt wie ein kleines, schützenswertes Wesen. Sarow will den klassischen Immobilien-Werdegang „von Bau, Nutzung und Abriss unterbrechen, um damit ihren tieferen Charakter überzeichnet freizulegen“, wie er sagt. Dabei hinterfragt er Themen wie Stadtentwicklung, Verbesserung und Veränderung. „Auch der Käfig wird die gelbe Tweety nicht vor dem neuen Wohngebiet aus der Retorte schützen“, so der 43-Jährige.  

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pforzheimer007
27.02.2018
Hingucker im Rodgebiet - Heute Facebook-Live-Video mit Künstler Andreas Sarow

...sarow denkt an eine freie skulpturale oder organische architektursprache....tonziegel auf vorzeitlichen satteldächern...und geschossbau....muss endlich aufhören...wird sich die bebauung im "edlen rodgebiet" von spießigen neubaugebieten abheben? (ist das noch so...in kleinen teilen vielleicht....wolfsberg, wartberg, teile der südstadt wirken mal "edler"....lach).. hört sich ja ganz toll an...wirklich ganz toll....ein musterbeispiel ist für mich das frieder-burda-museum in baden baden..vom ...... mehr...