nach oben
Präsentieren Schmuckarbeiten: Marleen Hecker, Lena Beigel, Julia Weisbrod, Hellena Hück mit Studiengangsleiterin Christine Lüdeke (von links).  läuter
Präsentieren Schmuckarbeiten: Marleen Hecker, Lena Beigel, Julia Weisbrod, Hellena Hück mit Studiengangsleiterin Christine Lüdeke (von links). läuter
26.10.2015

Hochschule für Gestaltung: Mit Schmuckstücken Konventionen brechen

Pforzheim. AktuelleArbeiten aus dem Studiengang Schmuckdesign der Hochschule für Gestaltung sind in der Galerie für Kunst und Design in den Schmuckwelten zu sehen. Mit einer feierlichen Vernissage ist die Ausstellung mit dem Titel „Querschnitt“ eröffnet worden.

. Unter den rund 80 Gästen fand sich auch Gerhard Baral, der kürzlich seine neue Stelle als Gesamtkoordinator für das Jubiläum „250 Jahre Schmuck und Uhren aus Pforzheim“ angetreten hat.

Zu sehen und teilweise auch zu erwerben gibt es in der Galerie nun die ziemlich heterogenen Arbeiten von Julian Augenstein, Lena Beigel, Marleen Hecker, Hellena Hück und Julia Weisbrod. Sie präsentierten Teile ihrer Kollektionen an diesem Abend selbst.

Verkauf als Herausforderung

Ausgewählt worden waren die Arbeiten von Galerieleiterin Stefanie Walkenhorst. Studiengangsleiterin Christine Lüdeke sagte in ihrer Einführungsrede, sie begrüße diese Galerie als Plattform für eine Diskussion über die Herausforderungen, wie man sich selbst treu bleiben und dennoch verkäuflichen Schmuck machen könne. Dem pflichtete auch Michael Buck von der Schmuckwelten-Geschäftsführung bei: „Kleben sie nicht am Mainstream, haben sie den Mut, Konventionen zu brechen“, gab er den Studentinnen mit auf den Weg und betonte, dass die Galerie eine hervorragende Plattform biete, um ein Marktfeedback zu erhalten. So entstehe zudem eine gegenseitige Befruchtung.

Erinnerungen festhalten

Einige Einblicke in die Entstehung und die Gedanken hinter den Schmuckstücken gewährten dann auch die Studierenden selbst vor großer Runde. Marleen Hecker beispielsweise erläuterte, mit ihren mit Edelmetallen ummantelten Sektkorkenstücken wolle sie Erinnerungsmomente an besondere, mit Sekt begossene Ereignisse, schaffen. Lena Beigel zeigt mit ihren großen gemusterten Arbeiten ethnologische Bezüge zu traditionellen südafrikanischen Mustern, während Julia Weisbrod Wert auf klare geometrische Formen und Silber als Material legt, und Hellena Hück modernes Silikon sowie teilweise schriftliche Referenzen aus der Vergangenheit verbindet.