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Frontmann Günther Sigl (links) und Gitarrist Barny Murphy. Foto: Balk
Frontmann Günther Sigl (links) und Gitarrist Barny Murphy. Foto: Balk
03.11.2017

„Ihr schauts guad aus“: 40 Jahre Spider Murphy Gang

München. „32 16 8“ – die Telefonnummer der Sehnsüchte mit der Acht am Ende als Reim auf Nacht haben Männer damals tatsächlich gewählt. Damals: vor fast 40 Jahren, als der Hit „Skandal im Sperrbezirk“ um die Prostituierte Rosie die Spider Murphy Gang deutschlandweit bekannt machte. Jetzt hat die Münchner Kultband zusammen mit 20 000 Fans ihr 40-jähriges Bestehen mit zwei mitreißenden Konzerten in der Münchner Olympiahalle gefeiert.

1984 füllten die „bayerischen Stones“ erstmals die Halle. Zwei Mal hintereinander ausverkauft ist sie auch jetzt. Manches Lied muss die Band gar nicht selbst singen. Das Publikum erledigt das.

„Ihr schauts guad aus“, begrüßte Bandleader Günther Sigl, der im Februar 70 wurde, das teils ebenfalls in die Jahre gekommene Publikum. Dann lieferten Sigl und seine Band jugendlich frische Leistung mit dreieinhalb Stunden „original bayerischem Rock ’n’ Roll“. Samt Heimatklängen, wirbelnder Schlagzeug-Einlage und einem „Schickeria“ in Überlänge mit Soli an Saxofon, Piano und Gitarre.

Er ziehe seine „Rock ’n’ Roll Schuah“ noch lange nicht aus, kündigte Sigl den gleichnamigen Song an. „Sag ma mal: Die nächsten zehn Jahre ned.“ Oder auch 20. Oder 30. Die nächsten Jubiläumskonzerte scheinen also zu stehen, samt Skandal um die Rosie mit der einschlägigen Telefonnummer.