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Fantastische Stimme: Alma Naidu ist mit ihrer Band zu Gast im PZ-Forum. 
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Im PZ-Forum: Neue Stimme am Konzerthimmel

Pforzheim/München. Sängerin Alma Naidu tritt an diesem Samstag im PZ-Forum auf. Mit ihrer Band spielt sie einen Mix aus Jazzpop und Singer-Songwriter-Sound.

Auf ihren Auftritt in Pforzheim an diesem Samstag freut sich Alma Naidu ganz besonders. Einerseits, weil auch Verwandte von ihr aus Stuttgart vorbeischauen wollen. Zum anderen sei das Konzert im PZ-Forum der Auftakt für einen neuen Live-Block mit ihrer Band im Herbst.

„Es ist immer toll, wenn wir nach ein paar Wochen Pause wieder zusammenkommen“, sagt die Musikerin.

Dass Alma Naidu beim brandneuen BlackForestJazz-Festival spielt, hat eine kleine Geschichte: Schon im Mai trat sie in Berlin beim ebenfalls von Sebastian Studnitzky kuratierten XJAZZ auf. Danach hat er sie einfach noch einmal verpflichtet. Schon beim Pressegespräch zum Festival schwärmte der Künstlerische Leiter von der „neuen Stimme am Konzerthimmel“. Kleine Anekdote am Rande: Auf Nummern des aktuellen Albums von Jazz-Drummer Wolfgang Haffner („Kind Of Tango“) sind Naidu und Studnitzky gemeinsam zu hören. Dank moderner Aufnahmetechniken jedoch, ohne einander zu diesem Zeitpunkt kennengelernt zu haben, wie Alma Naidu erzählt. Auch mit ihm gibt es am Samstag ein Wiedersehen.

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Kultur

Der Sound aus „Babylon Berlin“ zu Gast in Remchingen

Die 1995 geborene Alma Naidu absolvierte ihr Studium in Jazzgesang an der Hochschule für Musik und Theater München sowie an der Royal Academy of Music in London, wo sie unter anderem bei Sängerinnen-Ikone Norma Winstone studierte. Neben ihrer Jazz-Laufbahn wirkte Naidu in diversen Musicalproduktionen mit. Im Frühjahr 2022 erschien ihr selbstbetiteltes Debütalbum „Alma“ (zu deutsch: Seele), auf dem sie fast ausschließlich selbst komponierte und arrangierte Musik vorstellt. Produziert hat es Wolfgang Haffner, den Alma Naidu eher zufällig bei der Jazzwoche Burghausen kennengelernt hatte, wie sie erzählt – im Jahr 2019 noch vor Corona. Mit ihm und anderen Musikern spielte sie Standards wie „My Funny Valentine“, „I Concentrate On You und „Body And Soul“. „Da haben wir gemerkt, dass es ganz gut funktioniert“, erzählt Naidu. Eine Zeit lang habe sie auch in Haffners Band gespielt: hauptsächlich instrumental, ohne Text als Sidewoman.

Das vor knapp zwei Jahren aufgenommene, mit prominenten Gästen wie Nils Landgren und Dominic Miller ergänzte Album streift Themen wie Natur, Stressbewältigung und „zur Ruhe kommen“. Im PZ-Forum wird es Alma Naidu natürlich im Gepäck haben. Plus ein paar neue, in der Zwischenzeit komponierte und arrangierte Stücke, in denen es etwas Politischer wird. So drehe es sich in einer Nummer um Gleichberechtigung. „Der Grund-Sound bleibt aber gleich“, sagt Naidu, die diesen in eigenen Worten mit Singer-Songwriter-Jazzpop beschreibt.

„Ich höre gerne Pop, habe aber durch meine Eltern viele klassische Einflüsse mitbekommen.“

Ihr Vater ist Dirigent, die Mutter die Opernsängerin Ann-Katrin Naidu.

Ohne Pause dauere das Konzert etwa anderthalb Stunden. Begleitet wird die Sängerin von Philipp Schiepek (Gitarre), Valentin Renner (Schlagzeug) sowie erstmals Lisa Köberlein (Bass). Und noch eine Premiere soll’s im PZ-Forum geben: Alma Naidu wird nicht mehr vorne in der Bühnenmitte als Frontfrau singen, sondern sie sitzt jetzt selbst am Klavier. Beweisen müsse sie sich ohnehin nichts mehr. „Ein paar Akkorde reichen manchmal auch für die Message.“

Alma Naidu spielt am Samstag, 24. September, 19 Uhr, im PZ-Forum, Poststraße 12 in Pforzheim. Infos und Karten auf www.blackforestjazz.de. Tickets zum Preis von 20 Euro gibt es auch an der Abendkasse.

Michael Müller

Michael Müller

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