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Das Plakat hängt schon, die ausgewählten Nachwuchsdesigner werden dann ab 1. April in Pforzheim leben und arbeiten. Foto: Meyer
Das Plakat hängt schon, die ausgewählten Nachwuchsdesigner werden dann ab 1. April in Pforzheim leben und arbeiten. Foto: Meyer
22.01.2016

Internationales Interesse am Designstipendium in Pforzheim

Die Bewerber kommen aus Kanada, USA, Argentinien, Südkorea, Russland, aus vielen Ländern Europas und aus Deutschland: 55 Absolventen internationaler Hochschulen haben sich für das Stipendium „Designer in Residence“ in Pforzheim beworben. „Das zeigt auf, welch hohe Wertschätzung der Standort Pforzheim genießt“, sagt Almut Benkert, Leiterin des Kreativzentrums EMMA, bei dem der Wettbewerb angesiedelt ist. Und sie freut sich, dass die Suche nach einem „Stadtdesigner“ schon im ersten Jahr auf so großes Interesse stößt.

„Ein vergleichbares Angebot gibt es weltweit nicht“, schildert sie. Zwar gebe es verschiedene Design-Stipendien, aber das Pforzheimer Angebot eines „Designers in Residence“ sei einmalig.

Wer konnte sich bewerben?

Das Stipendium der Stadt Pforzheim in Kooperation mit der Fakultät für Gestaltung der Hochschule und dem Design-Center Baden-Württemberg richtet sich an internationale Gestalter aus den Bereichen Schmuck-, Mode- und Produkt-Design, die höchstens 35 Jahre alt sind.

Was wird geboten?

Die drei Stipendiaten erhalten jeweils 1200 Euro monatlich, Unterkunft im Kolpinghaus sowie Reisekosten und Zuschüsse für Materialien. Die Jungdesigner können die Werkstätten des Kreativzentrums und der Hochschule nutzen.

Was wird erwartet?

Die Stipendiaten leben und arbeiten von 1. April bis 30. Juni in Pforzheim und präsentieren die Ergebnisse dann im EMMA. Im Juli wandert die Ausstellung ins Design-Center Baden-Württemberg in Stuttgart.

Wer wählt aus?

Almut Benkert war es wichtig, dass die Jury auch mit jungen Designern, die einen Bezug zu Pforzheim haben, besetzt ist. Und so fällen Philipp Eberle, Absolvent der Hochschule und freischaffender Schmuckdesigner in Paris, Tim Labenda, ebenfalls Absolvent und Modedesigner in Berlin, Christiane Nicolaus, Direktorin des Design Centers, und Alexander Schlag, Geschäftsführer von yellow design in Pforzheim und Tokio, am Freitag die Entscheidung.