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28.10.2015

Interview: Techno-DJ Sebastian Groth über das "ADE", Karriere-Highlights und Zukunftsprojekte

Sebastian Groth, 31-jähriger Techno-DJ aus Hachenburg im Westerwald, hat bereits zwei Mal in Pforzheim gespielt und kommt am 13. November erneut ins „salt&pepper“, um bei „3 Jahre schlaflos“ aufzulegen. PZ-news hat den Musiker nach seinem Auftritt beim „Amsterdam Dance Event“ (ADE) getroffen und mit ihm zum einen über das große niederländische Clubfestival gesprochen und zum anderen nach Highlights und Zukunftsplänen seiner Karriere gefragt.

Das Gespräch führte Dominik Türschmann

PZ: Sebastian, in Amsterdam hat sich beim ADE an fünf Tagen die Elite der elektronischen Musik getroffen. Wie hast du das Amsterdam Dance Event in diesem Jahr erlebt?

Sebastian Groth: Es war mein erster Besuch beim Amsterdam Dance Event und es war eine gute Gelegenheit, um mit Kollegen ins Gespräch kommen. Da sieht man dann auch mal Leute, die von weiter weg kommen und man nur selten begegnet. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

PZ: Das ADE wird auch als größtes Clubfestival der Welt bezeichnet. Open-Air ist dafür fast nichts. Fehlt dem Festival dann nicht etwas?

Sebastian Groth: Bei uns in Hachenburg gibt es so ein Kneipenfest, bei dem jede Lokalität etwas anderes macht und die Leute von Kneipe zu Kneipe ziehen. So irgendwie ist das ADE auch, nur natürlich um ein vielfaches größer. Das hat schon seinen eigenen Flair.

PZ: Als DJ bist du viel in Deutschland und der Welt unterwegs. Was zählt denn zu den Highlights, die du bisher erleben durftest?

Sebastian Groth: Dazu zählt ganz klar die Nature One. Es war für mich mit 15 das erste Festival, das ich besucht habe – damals natürlich noch um zu feiern. 2013 durfte ich dann selbst dort spielen, das war etwas ganz Besonders. Kürzlich war ich außerdem in Rom auf dem „MakeSomeNoise“-Festival. Das war auch eine tolle Erfahrung.

PZ: Feiern die Leute in den anderen Ländern anders als in Deutschland?

Sebastian Groth: Das ist schon irgendwie erstaunlich: Egal wo ich spiele, es sind alle immer gleich verrückt und haben die selben Lieblings-DJs. Das liegt sicherlich auch daran, dass die Leute auch wegen meiner Musik kommen, dennoch ist es interessant, dass alle immer so auf der gleichen Linie sind.

PZ: Welches deiner Erlebnisse war das verrückteste?

Sebastian Groth: Das ist erst gerade am vergangenen Wochenende passiert. Im Club ist ein junger Mann auf mich zugekommen und fragte mich, ob ich denn nicht ein Bild mit seiner Freundin machen würde, sie wäre ein großer Fan. Ich bin dann natürlich kurz mit ihm mit, damit er das Foto machen kann. Danach kam er allerdings noch auf mich zu und fragte mich, ob ich denn nicht gegen etwas Bares mit seiner Freundin schlafen würde. Das war dann doch sehr kurios.

PZ: Am 13. November verschlägt es dich bereits zum dritten Mal nach Pforzheim. Seit deinem letzten Besuch ging deine Karriere steil nach oben. Welche Projekte stehen denn in Zukunft noch bei dir an?

Sebastian Groth: Ich bin jetzt gerade dabei, mein neues Album fertig zu machen und hoffe, dass es noch in diesem Jahr rauskommt. Dieses erscheint auch auf dem neuen, von mir gegründeten Label. Gerade weil jetzt im letzten Jahr viel passiert ist und viele mich auf den Track „Pepps“ reduzieren, will ich zeigen, dass ich auch seriösen Techno machen kann.

PZ: Wie hat denn deine Karriere begonnen, wie bist du zum Techno gekommen?

Sebastian Groth: Meine Heimat Hachenburg liegt im Westerwald, zwischen den großen Städten Frankfurt und Köln. Ich war also regelmäßig in Clubs wie dem „u60“ unterwegs. Elektronische Musik habe ich ohnehin schon immer gehört.

Am 13. November spielt Sebastian Groth bei „Drei Jahre schlaflos“ im salt&pepper in Pforzheim. Los geht es um 23 Uhr. [Zum Facebook-Event]