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Peter Maffay und Tabaluga
Peter Maffay und Tabaluga
30.10.2015

Interview mit Peter Maffay: „Das ist wirklich ein geiles Thema“

PZ-Interview mit Peter Maffay, der Tabaluga zu neuem Leben erweckt hat.

PZ: Herr Maffay, Tabaluga sollte 2012 in den Ruhestand gehen. Weshalb die Kehrtwende?

Peter Maffay: Ich bin für die die Tabaluga-Kinderstiftung so etwas wie ein Trittbrett. Sämtlicher finanzieller Bedarf, den diese Stiftung hat, kommt daher, dass wir mich als Botschafter benutzen. Irgendwann ging mir durch den Kopf, dass dieser Zustand nicht ewig andauern kann. Irgendwann ist der Ofen aus für PM. Und dann würde diese Stiftung kollabieren. Deshalb musste Ersatz her. Und das kann sinnvollerweise nur Tabaluga sein – in Form einer Figur, die man rechtemäßig auswertet. Vorher mussten diese Rechte allerdings zurückgekauft werden – die Verhandlungen waren ziemlich festgefahren.

PZ: Eine rein wirtschaftliche Erwägung also?

Das ist der eine Grund. Zweitens, und auch das war entscheidend: Das ist wirklich ein geiles Thema. Das ist vom musikalischen Standpunkt extrem reizvoll, weil es keine Limits gibt. Wir können Stockhausen machen, wir können Schnulzen, wir können rappen. Wir bedienen nicht einen Typen – mich –, sondern wir bedienen eine Geschichte.

PZ: Tabaluga wurde in den 1980er- Jahren geboren – wie sind Sie an die neue Geschichte herangegangen?

Eigentlich wollten wir ein Best-of machen. Wir haben aber sehr bald gemerkt, dass es keinen Sinn ergibt, Lieder vom ersten und vom letzten Album miteinander zu koppeln. Deshalb haben wir gesagt: Wir packen die alten Lieder, neu produziert, in eine neue Geschichte.

PZ: Auf dem Album sind viele prominente Gäste vertreten, von Helene Fischer bis Jan Delay – alles Freunde?

Da trete ich dem ein oder anderen vielleicht zu nahe. Es gibt ein paar Herrschaften auf dem Album, die ich noch nicht lang genug kenne. Das sind gute Bekanntschaften. Ich kenne Samy Deluxe, aber es wäre frech zu sagen, er ist mein Freund oder ich seiner. Aber diese Bekanntschaften sind so sympathisch, dass ich mir durchaus vorstellen kann, dass sich daraus Freundschaften entwickeln.

PZ: „Es lebe die Freundschaft“ ist die sechste Tabaluga-Platte. Wie langfristig planen Sie?

Dieses Jahr das Album, nächstes Jahr eine Live-Show, und 2017 wird es einen animierten Tabaluga-Kinofilm geben. Davon träumen wir schon sehr lange, sind aber nie in die Nähe einer Realisation gekommen.