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Modell eines Gedenk-Pavillons für Johannes Reuchlin.  Foto: Meyer 

Jacobis Gedenkskulptur für Reuchlin im Schmuckmuseum Pforzheim zu sehen

Pforzheim. Der Bildhauer Peter Jacobi ist dem Aufruf der Stadt gefolgt: Beiträge zum Reuchlinjahr 2022 sind gewünscht – und er überrascht mit dem Modell eines Gedenkpavillons für den großen Sohn der Stadt. Noch bis Sonntag, 27. Februar, ist das Werk im Foyer des Schmuckmuseums ausgestellt.

Gedenkpavillons beschäftigen den emeritierten Professor der Pforzheimer Hochschule schon seit rund zwei Jahrzehnten. Fünf Modelle hat er bereits geschaffen, unter anderem für Samuel Freiherr von Brukenthal (1721-1803, den Gouverneur von Siebenbürgen. Seit Jahren beschäftigt er sich auch mit Reuchlin, hat das Modell des Gedenkpavillons aus Holz und Marmor immer wieder modifiziert – zuletzt in diesem Jahr. Und so spiegelt sich die Gestaltung des Sockels im Dach des kleinen Säulen-Gebäudes wider. „Es ist wichtig, dass das Modell erhöht steht und der Betrachter dadurch auf Augenhöhe ist“, sagt Jacobi.

Skulpturen des Gedenkens sind wichtiger Teil der künstlerischen Aussage des renommierten Bildhauers. Bedeutendstes Beispiel ist das große „Memorial für die Opfer des Holocaust in Rumänien“ in Bukarest, das von der Regierung in Auftrag gegeben und im Jahr 2009 eingeweiht wurde.

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Im „World War II Memorial“, das vor der Pforzheimer Stadtkirche platziert ist, erinnert er an die Opfer des Zweiten Weltkriegs und vor allem an diejenigen, die beim Luftangriff am 23. Februar 1945 ums Leben kamen.

„Das Denken und Wirken des großen Humanisten ist im Pforzheimer Umfeld ein stehender Begriff. Er trägt zur Würde und dem Stolz dieser Stadt bei. Diese Pavillon-Gedenkskulptur ist unser aller Widmung für Johannes Reuchlin“, betont der 82-Jährige, der mit der siebeneckigen Form des Pavillons auf die in der abendländischen Tradition präsenten sieben Tugenden hinweist: Weisheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Mäßigung, Glaube, Liebe und Hoffnung.

Sandra Pfäfflin

Sandra Pfäfflin

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