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Einfühlsames Musizieren: Jay Alexander mit einem Quartett an seiner Seite.   tröger
Einfühlsames Musizieren: Jay Alexander mit einem Quartett an seiner Seite. tröger
21.12.2015

Jay Alexander und ein Quartett musizieren in der Bad Liebenzeller St.-Blasius-Kirche

Bad Liebenzell. In fast andächtiger Stille warten die Besucher in der Bad Liebenzeller St.-Blasius-Kirche auf den Auftritt ihres Stars, dem seit seiner Jugend die Kirchenmusik eine Herzensangelegenheit ist.

In diese andächtige Stille hinein erklangen zunächst helles Glöckchengeläut und dann die ersten Töne des Südtiroler Andachtsjodlers. Alexander nahm singend den Weg vom Kircheneingang die Reihen entlang vor sein Publikum in den Altarraum. Der Sänger führte selbst durch sein Programm und so wurde es ein richtig familiärer Abend mit mal besinnlicher, mal fröhlicher, aber immer berührender Musik

Alexander hatte ein hochkarätiges Musiker-Quartett an seiner Seite, das seinen runden, voluminösen, jede Höhe sicher meisternden Tenor nicht nur begleitete, sondern im Zusammenwirken zu einem Hörgenuss aus einem Guss machte. Adrian Werum (Klavier, Harmonium), Klaus Jäckle mit der Gitarre, Andreas Geyer (Flöte, Klarinette) und „der Liebreiz zwischen den Herren“, so der Tenor, Anna Lenda am Cello genossen sichtlich die ausgezeichnete Akustik der Kirche. „Weihnacht, Weihnacht“ oder das „Maria durch ein Dornwald ging“, „Träume unterm Weihnachtsbaum“, „Feliz Navidad“ – das weihnachtliche Repertoire spannte einen weiten Bogen von deutschen und internationalen Weihnachtsklassikern zu eher selten zu hörenden Liedpretiosen. Und dazwischen ist Klaus Jäckle mit virtuosen Gitarren-Soli zu hören, etwa mit „Tristesse“.

Jay Alexander lässt immer wieder Persönliches in seine Erläuterungen einfließen. So wecke „Aber heidschi, bum beidschi“ in ihm immer Erinnerungen an seine innigst geliebte Großmutter. Und das Angebot, mitzusingen, wenn der Impuls dazu aufkomme, ließ sich das Publikum nicht zweimal sagen. Und so wurden „Tochter Zion“ und „O du fröhliche“ (opulent mit Adrian Werum an der Orgel) auch wunderbare „Gemeinschaftswerke“ von Tenor, Musikern und Publikum.