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Gustavo Dudamel setzt bei seinem Einsatz auf neue Werke. Foto: Wieser
Gustavo Dudamel setzt bei seinem Einsatz auf neue Werke. Foto: Wieser
30.12.2016

„Jetzt kann ich in Frieden sterben“ – Dudamel dirigiert Neujahrskonzert

Wien. Die Wiener Philharmoniker wollen unter Leitung des venezolanischen Star-Dirigenten Gustavo Dudamel zum traditionellen Neujahrskonzert etwas ganz Besonderes bieten. Es werde ein spannendes Programm aus dem Repertoire der Walzer-Dynastie Strauß, das mit der Auswahl der Stücke auch auf die Krisen in der Welt eingehe, sagte der Vorstand der Philharmoniker, Andreas Großbauer. Der Walzer „Mephistos Höllenrufe“ werde beantwortet von der Polka „So ängstlich sind wir nicht“, beides Stücke von Johann Strauß (Sohn). „Das ist eine wichtige und gute Botschaft in dieser Zeit“, sagte Großbauer. Insgesamt würden sieben Stücke erstmals beim Neujahrskonzert gespielt.

„Ich hoffe, wir werden Spaß haben“, sagte der 35-jährige Dudamel in sichtlich aufgeräumter Stimmung. Er ist der bisher jüngste Dirigent des international viel beachteten Konzerts. „Es ist ein Traum“, sagte Dudamel. „Jetzt kann ich in Frieden sterben“, schmunzelte der Maestro, der frisch von einer Probe in T-Shirt und Pullover auf dem Podium saß. Dudamel und die Wiener Philharmoniker sind ein eingespieltes Team. Seit 2007 haben sie 46 Konzerte zusammen bestritten.

Die TV-Übertragung am Sonntag wird in 93 Ländern ausgestrahlt. Voraussichtlich 50 Millionen Zuschauer werden das Konzert verfolgen. In puncto Reichweite sei das Neujahrskonzert „die größte Kulturproduktion der Welt“, sagte ORF-Intendant Alexander Wrabetz. Die Übertragung beginnt um 11.15 Uhr. In Deutschland wird das Konzert vom ZDF übertragen. Eine Wiederholung läuft am Samstag, 7. Januar, um 20.15 Uhr auf 3sat. r