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Voller Spielfreude: die Studenten der Würzburger Hochschule für Musik im Nöttinger alten Pfarrsaal. Foto: Roller
Voller Spielfreude: die Studenten der Würzburger Hochschule für Musik im Nöttinger alten Pfarrsaal. Foto: Roller
12.02.2019

Junge Fagottisten zeigen Facettenreichtum ihres Instruments in Remchingen

Remchingen. Sie gehen leicht in die Knie, drehen den Oberkörper nach links und rechts, bewegen sich vor und zurück. Mit Leidenschaft sind die neun jungen Musiker am Werk und beweisen: Das Fagott ist ein Instrument, das man mit dem ganzen Körper spielt.

Sie sind Studenten, gehören zur Fagottklasse von Professor Albrecht Holder an der Würzburger Hochschule für Musik und beeindrucken mit viel Spielfreude. Polka, Barockmusik, Märsche und eine Polonaise: Die neun jungen Musiker können alles – solistisch, als Duo, als Trio, als Quartett und als Quintett. Ein buntes Programm präsentieren sie am Sonntagabend im ausverkauften alten Pfarrsaal in Nöttingen.

Mucksmäuschenstill ist es, als David Leschowski mit perfekter Atemtechnik und deutlich phrasiert Bachs Partita d-moll (BWV 1013) interpretiert. Temporeich durch harmonische Labyrinthe geht es auch in den von Jonathan Hock, Lena Nell und Aurelius Voigt nuanciert intonierten „Divertissements“ von Eugène Bozza. In ein humorvolles Wechsel- und Zusammenspiel voller Esprit treten die drei, als sie Julius Weissenborns Kleine Suite aufführen. Zweimal spielen sie Stücke mit dem Titel „Trio For Three Bassoons“, von Allan Stephenson und Adolf Bergt. Bei Letzterem spannen sie im Adagio weite Melodiebögen in den melancholisch anmutenden Passagen. Zum Kontrast: der heitere Graf Zeppelin-Marsch, gespielt von Frederik Gamberger, Jonathan Hock, Anna Koch, David Leschowski und Lena Nell. Rund ein Dutzend Stücke geben die neun Musiker zum Besten. Zum Schluss ein Trip in die Welt von Wickie, Pink Panther, Pippi Langstrumpf und Jim Knopf – tosender Applaus und Zugabe.