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Im Austausch zur Lage der Kinos: Kino-Macher Michael Geiger, CDU-Landtagskandidat Philipp Dörflinger und Junior-Chef Nicolas Geiger (von links).  Foto: Privat 

„Keine Zeit zu sterben“: Kinos in akuten Nöten

Pforzheim.„Die Kinos sind die großen Verlierer in der Film-Branche während Corona“, hat der CDU-Landtagskandidat Philipp Dörflinger bei seinem Besuch des Rex Kinos der Pforzheimer Kinobetriebe die Lage aus seiner Sicht zusammengefasst. Der 24-jährige traf sich mit dem Juniorchef des Lichtspielhauses, Nicolas Geiger, und dessen Vater und Kino-Macher Michael Geiger, um sich über die Situation der Kino-Betreiber zu informieren.

„Kino, das ist eigentlich ein Milliarden-Geschäft in Deutschland, doch jetzt bleiben die Vorhänge geschlossen“, so der CDU-Landtagskandidat. Es gäbe selbstverständlich auch für die Filmindustrie Corona-Hilfen, nur laufe dies alles „sehr schleppend“ an und werde trotzdem für viele Kinos ein wirtschaftlicher Balance-Akt. „Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was es am Ende für Städte und das kulturelle Leben bedeutet, wenn Kinos die Pandemie nicht überstehen. Das wäre ein herber Verlust im Bereich Unterhaltung und Kultur.“ Theater, Konzerte, Kinos – das seien alles ganz entscheidende Säulen der Kultur. Den Stellenwert des Kinos dürfe man da nicht außer Acht lassen.

„Wir wollten eigentlich schon längst den neuen Bond-Film auf die Leinwand bringen. Leider musste das immer wieder verschoben werden“, erklärte Nicolas Geiger. Das anstehende Glanzlicht aus der 007-Reihe trägt bezeichnenderweise den Titel „Keine Zeit zu sterben“. Die Unternehmen, so Dörflinger, müssten sich auf die Corona-Hilfen-Zusagen verlassen können. Leider erscheine aber die Verwaltung am wenigsten flexibel auf die Pandemie reagiert zu haben, denn viele warteten immer noch auf Unterstützung.