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Für sein komödiantisches Talent bekannt: Jerry Lewis.  Nelson
Für sein komödiantisches Talent bekannt: Jerry Lewis. Nelson
16.03.2016

König der Grimasse - Der US-Komiker Jerry Lewis wird 90

New York. Mit den Jahren steigt auch die Zahl der Ehrungen für Jerry Lewis immer weiter an. Jüngst bekam der US-Komiker einen zweiten Stern auf dem berühmten Walk of Fame in Hollywood – und biss dabei Regisseur Quentin Tarantino in die Hand, der ihn danach trotzdem als „Schatz“ und „einen der größten Schauspieler und Regisseure in der Geschichte des Kinos“ feierte.

Zu seinem 90. Geburtstag würdigt nun sogar das renommierte Museum of Modern Art (MoMA) in New York den Grimassen-König mit einer Film-Retrospektive. Dass Lewis überhaupt so alt werden konnte, grenzt an ein Wunder. Das Entertainment-Multitalent hatte schon Prostatakrebs, einen Herzinfarkt und eine schwere Lungenkrankheit. Jahrzehntelang war er tablettensüchtig und 1982 für 17 Sekunden klinisch tot. Doch er hat durchgehalten.

Die Liebe zur Bühne bekam Lewis von seinem Vater Danny Levitch, der sein Publikum als Nachtclub-Sänger unterhielt. Sein Sohn wurde süchtig nach Applaus und tingelte schon mit 18 als Unterhalter durch die Clubs.

Den Durchbruch schaffte er, als er 1945 den italo-amerikanischen Schnulzensänger Paul Dino Crocetti kennenlernte, der sich Dean Martin nannte. Sie waren das perfekte Duo: der gut aussehende Martin in der Rolle des seriösen Charmeurs, Lewis als blödelnder Kindskopf und tollpatschiger Clown. Später verstritten sie sich, sprachen jahrelang kein Wort miteinander – und vetrugen sich dann doch wieder.

Für seinen Einsatz im Kampf gegen Armut und Krankheiten bekam Lewis 2009 einen Ehrenoscar, der Medienberichten zufolge heute in seinem Haus in Las Vegas auf einer Plattform oberhalb eines Fernsehers steht. Auf Knopfdruck rotiert er.