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25.01.2016

Konzert von Holger Engels Formation „Engelszungen“ im Kulturhaus Osterfeld

Die Kartennachfrage übertraf alle Erwartungen: Das Konzert von Holger Engels Formation „Engelszungen“ wurde vom Osterfeld-Studio in den deutlich größeren Malersaal verlegt. Und, um es vorweg zu nehmen, der erste Auftritt des Trios vor großem Publikum überzeugte.

pforzheim.

Das Band-Projekt „Engelszungen“ besteht aus Holger Engel (Birkenfeld, Keyboard und Cajón), Florian Wolpert (Karlsruhe, Saxofon und persische Ney-Flöte) und Jacqueline Schmitt (Dielheim, Gesang). Das Gastspiel im Kulturhaus Osterfeld überschrieb das Trio mit „Feels Like Home“, dem Titel eines getragenen Pop-Songs von Edwina Hayes, den es als gelungenes Cover auch in der zweiten Hälfte des Konzerts zu hören gab. E-Piano und Saxofon sorgten mit grandiosem Spiel für den Sound-Teppich, auf dem die vor Freude strahlende junge Sängerin Jacqueline „Jacky“ Schmitt mit dunkler, kraftvoller und wandelbarer Stimme ein ums andere Mal das Publikum begeisterte.

Ihre Interpretation von „Some-thing In The Water“ (im Original von Brooke Fraser) zählte zu den Höhepunkten des ersten Sets; in der zweiten Konzerthälfte überzeugte sie weiterhin stimmlich, beispielsweise bei der groovenden Version von „From Day To Day“ (Torun Eriksen), wie bei „Fields Of Gold“ (Eva Cassidy), bei „Thinking Out Loud“ (Ed Sheeran) oder bei Gregor Meyles Komposition „Keine ist wie du“. Das Osterfeld-Publikum feiert die junge, attraktive Sängerin ein ums andere Mal. Was sie sichtlich genießt und beflügelt.

Manchmal schien Jacky aber von der Wirkung ihrer eigenen Stimme geradezu überrascht; etwa als sie Édith Piafs Tonfall bei „Non, je ne regrette rien“ perfekt trifft, dann aber die Zeit vor dem finalen Refrain mit einer überflüssigen Grimasse füllt. Sicher, der Gesang der jungen Musikerin war auch hier grandios, aber bei der Präsentation und Anmoderation gab es noch sichtlich „Luft nach oben“.

Anhaltender Beifall

Instrumentale Eigenkompositionen steuerten Holger Engel und Florian Wolpert jeweils zu Beginn beider Sets mit den Titeln „April Sun“ und „Latinissimo“ bei. Als Zugaben bot das Trio die Songs „Don‘t Dream It’s Over“ (Crowded House) und „Gold In Them Hills (Kathie Melua) dar. Das Saalpublikum dankte mit anhaltendem Beifall. Robin Daniel Frommer