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Gelungenes Gemeinschaftswerk: Isabel Greschat und Harald Kröner mit der Dokumentation zum Mobilen Museum.
Gelungenes Gemeinschaftswerk: Isabel Greschat und Harald Kröner mit der Dokumentation zum Mobilen Museum.
Die Neugier der Passanten zu wecken, war eines der Ziele des Mobilen Museums auf dem Marktplatz vor dem Pforzheimer Rathaus.  Friese
Die Neugier der Passanten zu wecken, war eines der Ziele des Mobilen Museums auf dem Marktplatz vor dem Pforzheimer Rathaus. Friese
23.10.2015

Kulturamt stellt neuen Band mit den Künstlern des Mobilen Museums vor

Was bleibt vom großen Kulturfestival „WerkSTADT“ im Sommer dieses Jahres? Erinnerungen, an spannende kulturelle Angebote, an manchmal leider geringen Publikumszuspruch. Und seit Donnerstag ein dünner, großformatiger Katalog, der einen der Höhepunkte der vielen Aktionen noch einmal eindrucksvoll vor Augen führt.

27 Künstler haben im Mobilen Museum auf dem Marktplatz jeweils einen Tag ausgestellt. Haben häufig Menschen in den zehn Quadratmeter großen „White Cube“ gelockt, die sonst nichts mit Kunst am Hut haben. Menschen, die diskutierten, sich überraschen ließen, manchmal auch kritisierten. Zum Abschluss jedes Kunsttages gab es eine Finissage, die regelmäßig eine Schar von Stammgästen vor den weißen Container lockte.

Um diesen Sommertagen voller Kunst Dauer zu verleihen, und damit vielleicht auch den Anstoß für neue Projekte zu geben, hat das Kulturamt diesen Band herausgebracht, der eine sehr gelungene Verbindung von Künstlerbuch und Dokumentation darstellt. Die ehemalige Kulturamtsleiterin Isabel Greschat und Mobile-Museums-Pate Harald Kröner haben mit Grafiker Simon Mager die Tage zwischen 4. Juli und 1. August auf ganz eigene Art zusammengefasst. Auf glänzendem, hochwertigem Papier werden die jeweiligen Kunstwerke präsentiert, während die spontanen Fotografien der Menschen und Aktionen auf ungestrichenem, sandfarbigem Papier einen spannungsvollen Gegenpol bilden. Die kurzen, interessanten Texte von Franz Littmann sind in einer Schrift gesetzt, die Mager – Absolvent der Hochschule Pforzheim – eigens entwickelt hat. Und die den klaren Aufbau des Buches in ihrer Schnörkellosigkeit wirkungsvoll unterstützt.

„Es war unser Wunsch, den Künstlern etwas zurückzugeben“, sagt Isabel Greschat, „für die große Mühe, eine Ausstellung für nur einen Tag zu konzipieren, zu betreuen und dann wieder abzubauen.“ Die hohe künstlerische Qualität, die an diesen Tagen geboten worden sei, solle sich in diesem Katalog widerspiegeln. Und für den Künstler Harald Kröner, der die 27 Kollegen aus Pforzheim, der Region, Karlsruhe und Schwäbisch Hall ins „Mobile Museum“ gebracht hat, ist dieser Katalog ein Beweis dafür, wieviel „Vielfalt, Freude und Diskussion“ Kunst in eine Stadt hineintragen kann.