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Jede Menge Einladungen flattern nicht nur der PZ-Redaktion ins Haus. Foto: Meyer
Jede Menge Einladungen flattern nicht nur der PZ-Redaktion ins Haus. Foto: Meyer
22.11.2017

Kulturausschuss befasst sich mit häufigen Doppelaussendungen

Pforzheim. Mit schöner Regelmäßigkeit flattern fein gedruckte Einladungen des Kulturamts zu Ausstellungen, Vorträgen und Terminen ins PZ-Haus. Gerne auch an Kollegen wie Ralf Recklies oder Thomas Weiss, die seit vielen Jahren nicht mehr dem Redaktionsteam angehören. Zudem gibt’s – auch recht häufig – die Einladung noch an die Privatadresse. Alles ziemlich unnötig, hat doch die städtische Pressestelle per Mail längst zum Redaktionsgespräch geladen. „Ärgerlich“ nennen das Kulturbürgermeisterin Sibylle Schüssler und Kulturamtsleiterin Angelika Drescher, im Kulturausschuss, der sich mit einem Antrag der SPD zur Flut von Druck-Erzeugnissen und den Werbekosten generell befasst.

SPD-Stadträtin Eberle erfährt die Briefflut am eigenen Leib: „Oft kommt die Einladung zu einer Veranstaltung gleich vier- oder fünfmal“, sagt sie. Und CDU-Stadtrat Rolf Constantin wundert sich, „warum bei einer so üppigen Zahl an Einladungen so wenige Menschen tatsächlich zum Kulturtermin kommen“.

Warum die Werbeflut so überbordend ist? Ganz einfach – und doch kaum nachzuvollziehen: „Da die Stadtverwaltung über kein einheitliches Daten- und Adressverarbeitungsprogramm verfügt, wie es im Enzkreis zum Jahresende installiert wird, sind die Adressverteiler des Kulturamts in verschiedenen Excel-Dateien erfasst, die bei den Mailings zusammengeführt werden“, schildert Schüssler. Und so müssten die Vielfachaussendungen mühsam per Hand herausgefiltert werden. Aber dazu fehle dem Kulturamt die personelle Ausstattung.

„Ziemlich veraltet“, findet das WiP/Die Linke-Stadtrat Peter Pfeiffelmann. Und auf schnelle Abhilfe drängen alle Fraktionen. Allerdings: „Welche Kosten kommen da auf uns zu?“, will SPD-Stadträtin Dorothea Luppoldwissen und ist sich sicher: „Das rechnet sich langfristig.“ Vielleicht wäre es ja schon mal ein Fortschritt, die Karteileichen zu entfernen und sich einer Praxis anzuschließen, die viele Städte gerade im Pressebereich seit Jahren ausüben. Denn da flattert – per Mail – die Anfrage ins Haus, ob sich Ansprechpartner geändert haben und ob man die Einladungen künftig nicht lieber per Mail statt als gedruckte Karte erhalten wolle.