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Verbandsvorsitzender Klaus Mack zieht das Resümee des Kultursommers Nordschwarzwald.  Foto: Roller 
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Der Bariton Bastian Levacher wird bei seinem Auftritt am Abschlussabend des Kultursommers Nordschwarzwald von Benjamin Hartmann begleitet. Mit dabei auch die Gäste der Goldliner-Fahrt aus Pforzheim.  Foto: Roller 

Kultursommer Nordschwarzwald mit positivem Fazit zu Ende gegangen

Calw-Hirsau. Von Straßentheater bis Comedy, von Klassik bis Rock, von zarten Streicherklängen bis zu wummernden Bässen, von Literatur bis Schmuck, von Mundart bis Pogo: Groß ist die Bandbreite bei der zweiten Ausgabe des Kultursommers Nordschwarzwald gewesen. Organisiert von der Arbeitsgemeinschaft Kulturregion, hat er in den vergangenen vier Wochen mehr als 100 hochkarätige Veranstaltungen in Pforzheim, dem Enzkreis, den Landkreisen Freudenstadt und Calw unter seinem Dach versammelt. Veranstaltungen, die zahlreiche Besucher anlockten. Nun ist der Kultursommer zu Ende gegangen – und die Verantwortlichen ziehen ein positives Fazit.

Auch in diesem Jahr habe es wieder „Kultur pur“ gegeben. Der Kultursommer habe gebündelt die kulturelle Vielfalt der Region aufgezeigt, betont Klaus Mack, Vorsitzender des Regionalverbands Nordschwarzwald, bei dem die Arbeitsgemeinschaft Kulturregion angesiedelt ist. Bei der Abschlussveranstaltung in der Hirsauer Klosterruine blickt er zurück auf die vergangenen vier Wochen, verweist unter anderem auf das Rossini-Festival in Bad Wildbad, auf das Happiness-Festival in Straubenhardt, auf hochwertige Ausstellungen, auf den Kunstweg in Freudenstadt-Grüntal – und auf den Calwer Klostersommer, bei dem in der historischen Hirsauer Klosterruine namhafte Künstler wie Udo Lindenberg, Bülent Ceylan und Nico Santos aufgetreten sind.

Der Verbandsvorsitzende berichtet von vielen ausverkauften Veranstaltungen. Es gehe darum, über Kreisgrenzen hinaus aufzuzeigen, was die Region zu bieten hat, auch im ländlich geprägten Bereich, sagt Mack und betont: „Alle profitieren voneinander.“ Ein paar wenige Dutzend Kulturträger und -schaffende und einige Politiker sind zur Abschlussveranstaltung in die Hirsauer Klosterruine gekommen, um zwischen hohen Bäumen und alten Mauern zurückzublicken. Im Herbst will sich die AG Kulturregion treffen, um mit den Planungen für das kommende Jahr zu beginnen.

Lied über die Hirsauer Linde

Die Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinaus wird an diesem Abend in der Hirsauer Klosterruine auch hörbar: Dort treten nicht nur die Sänger Helene Grabitzky, Katharina Göhr, Jakob Frisch und Mathias Gastl vom Maulbronner Vokalensemble Verum Audium auf, sondern auch Bariton Bastian Levacher aus Calw. Eine Konstellation, die man laut Benjamin Hartmann bewusst so gewählt hat, um eine Verbindung zwischen den Klöstern Hirsau und Maulbronn herzustellen. Hartmann hat die musikalische Leitung inne und begleitet Levacher am Klavier, als dieser von der „Ulme zu Hirsau“ singt: ein 1829 von Ludwig Uhland geschriebenes Gedicht, das Richard Strauss später vertonte. Die besungene Ulme hat es tatsächlich gegeben: Bis Ende der 1980er-Jahre stand der rund 30 Meter hohe Baum im Jagdschloss. Dann musste er wegen Krankheit gefällt werden.