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Humorvolle Bronze-Unikate fertigt KIP-Gründungsmitglied Uwe Middel auch in diesem Jahr – egal, ob auf einem kleinen  Steinsockel (vorne) oder im Brillenrahmen.  Frommer
Humorvolle Bronze-Unikate fertigt KIP-Gründungsmitglied Uwe Middel auch in diesem Jahr – egal, ob auf einem kleinen Steinsockel (vorne) oder im Brillenrahmen. Frommer
Gelbe Plastik-Eier mit Preisen gibt es für die Loskäufer am Wunschbaum.
Gelbe Plastik-Eier mit Preisen gibt es für die Loskäufer am Wunschbaum.
Filigrane Häkelarbeit von „Tonetta“
Filigrane Häkelarbeit von „Tonetta“
Wohntextilien und Kunstvolles aus Filz: Barbara Müller aus Rosendahl zeigt dem  Publikum im Kulturhaus Osterfeld ihr breites Sortiment.
Wohntextilien und Kunstvolles aus Filz: Barbara Müller aus Rosendahl zeigt dem Publikum im Kulturhaus Osterfeld ihr breites Sortiment.
Daniela Deifel aus Straubenhardt präsentiert ihren Designer-Schmuck.
Daniela Deifel aus Straubenhardt präsentiert ihren Designer-Schmuck.
21.03.2016

Kunsthandwerkermarkt feiert im Osterfeld sein zwanzigjähriges Bestehen

Ungebrochene Attraktivität: Bereits am ersten Tag des vorösterlichen Ausstellungswochenendes lockte der Kunsthandwerkermarkt KIP im Osterfeld – „Das Gelbe vom Ei“ gut 2000 Besucher in das Kulturhaus. Im Mittelpunkt des Malersaals ragte auch in diesem Jahr der Wunschbaum zugunsten der PZ-Aktion „Menschen in Not“ auf. Zahlreiche Besucher konnten sich hier nach dem Kauf eines Loses über Preise, darunter wertvolle künstlerische Arbeiten, freuen.

Neben den Mitgliedern der Kunstinitiative Pforzheim (KIP) zeigten auch Künstler, Designer und Kunsthandwerker aus Deutschland und dem europäischen Ausland ihre Arbeiten – insgesamt verzeichnete der diesjährige KIP-Kunstmarkt 85 Ausstellerinnen und Aussteller. Der von der Kulturhaus-Leiterin Maria Ochs und Bürgermeister Roger Heidt am Samstag eröffnete Kunstmarkt bot erneut eine bunte Palette unterschiedlichster Arbeiten. Zu sehen gab es auf vier Stockwerken Bewährtes wie Neues, Dekoratives und Humorvolles, Schmuck und Accessoires, fein Gewobenes und voluminöse Skulpturen.

Reiz liegt oft im Detail

Manche „Hingucker“ sprangen aufgrund von Größe, Farbe und Form sofort in den Blick der Besucher – wie etwa die zu Eulen geschnitzten Fachwerkbalken und Baumstämme des Höchster Holzbildhauers Thomas Weiterschan. Weitaus häufiger lag der Reiz aber im Detail. Die filigranen Preziosen reichten vom Designer-Schmuck aus Silber und Keramik von Daniela Deifel aus Straubenhardt über feinste Geschmeide aus Seidenkokons und filigran gehäkelten Edelgarnen von Antoinette „Tonetta“ Bartling aus Offenburg, Wohntextilien und Kunstobjekten aus Filz von Barbara und Michael Müller aus Rosendahl bis hin zu edlen Keramiken in dunkler Raku-Brenntechnik der Aachenerin Eva Kinzius. Natürlich durften weder die humorvollen Bronze-Unikate der KIP-Gründungsmitglieder Ute und Uwe Middel fehlen, noch die auf ideenreichem Recycling von Altmaterialien basierenden hintergründigen Miniaturen von Reinhilt Michaelis. Selbst KIP-Besucher, die es schafften nichts einzukaufen, nahmen schon deshalb ein Schmunzeln aus dem Osterfeld mit. Ansonsten galt: Jedes Exponat hält auf seine Art Distanz zur Gebrauchsware aus gängiger Massenproduktion.

„Tolle Atmosphäre“

Die im Kulturhaus vertretenen Aussteller äußerten sich auch in diesem Jahr sehr positiv zum Kunstmarkt im Osterfeld. Papier-Designerin Ulrike Wiesner aus Talheim nannte als Motivation ihrer Teilnahme: „In Pforzheim kommt ein tolles Publikum und es herrscht eine tolle Atmosphäre“. Conny Erker, Leder-Kunsthandwerkerin aus Dahn, gefällt am KIP-Kunstmarkt: „Er ist früh im Jahr und gut organisiert“. Mit Spaß und Hingabe waren neben allen am KIP-Wochenende im Kulturhaus eingesetzten Osterfeld-Mitarbeitern auch die jungen Los-Feen Sofia Latchini und Reda Kokeri (beide 19) dabei, die am Wunschbaum mit der Angel für Loskäufer die gelben Plastikeier aus dem Geäst „fischten“.