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In der Galerie zum Hof hat Kunstverein-Geschäftsführerin Bettina Schönfelder eine Installation geschaffen, die aus 140 Bekenntnissen und Gedanken zum Kunstverein und zu zeitgenössischer Kunst besteht.
In der Galerie zum Hof hat Kunstverein-Geschäftsführerin Bettina Schönfelder eine Installation geschaffen, die aus 140 Bekenntnissen und Gedanken zum Kunstverein und zu zeitgenössischer Kunst besteht.
20.07.2017

Kunstverein Pforzheim feiert 140 Jahre

Pforzheim.Zum Jubliäum des Kunstvereins Pforzheim gibt es am Donnerstag ein Sommerfest mit Ausstellungseröffnung im Reuchlinhaus. Was wünscht man einem Geburtstagskind? Auf jeden Fall eine glückliche Zukunft. Und was gibt es als Geschenke? In diesem Fall ausschließlich Komplimente

. „Der Kunstverein Pforzheim ist für mich einer der wundervollen Orte der Welt: ein Raum für die Kunst, eingebettet in die zukunftsweisende Architektur von Manfred Lehmbruck“, schreibt etwa der Künstler und Professor Abraham David Christian der Einrichtung ins Stammbuch. Lydia Schuber, Gründungsmitglied der LAF und Studentin an der HfG Karlsruhe erzählt: „Der Kunstverein ist für mich die wichtigste kulturelle Institution der Stadt. Hier muss ich keine vorverdaute Kunstrezeption befürchten und kann auch unpopuläre Positionen zeitgenössischer Kunst erleben.“ Fotograf und Künstler Janusz Czech schätzt den Kunstverein ebenso: „Wir brauchen die zeitgenössische Kunst in Pforzheim, weil sie eine freie und unabhängige Stimme der Gesellschaft ist. Wir brauchen sie, um eine reflektierte Betrachtung der Aktualität und der Vergangenheit zu ermöglichen.“

Anlässlich seines 140-jährigen Bestehens hat der Verein Künstler, Kunstfreunde und Mitglieder um ein Statement gebeten, was diese Einrichtung für sie bedeutet und warum wir zeitgenössische Kunst in Pforzheim brauchen. Herausgekommen sind viele kluge Gedanken, die von heute Abend an nachzulesen sind in einer von Geschäftsführerin Bettina Schönfelder zusammengestellten Installation.

Mit dieser kleinen Ausstellung feiert der 1877 gemeinsam mit der Kunstgewerbeschule gegründete Verein – die große Schau in Zusammenarbeit mit der Hochschule „Luxus!?“ im Alfons-Kern-Turm ist bereits vorüber. Nicht zurückblicken will Bettina Schönfelder, die seit zehn Jahren die Geschicke des Vereins leitet, im Jubiläumsjahr der Goldstadt, „denn das passt nicht zum Selbstverständnis eines Kunstvereins, der ein Ort ist für zeitgenössisches künstlerisches Handeln und gesellschaftliches Nachdenken“.