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Bei der kürzlich abgeschlossenen Restaurierung von Botticellis „Die Beweinung Christi“ konnten sämtliche alte Retuschen, Übermalungen und Firnisschichten entfernt werden. Das Gemälde wird nun bei der Ausstellung „Von Giotto bis Leonardo da Vinci“ in München zu sehen sein. Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Sibylle Forster
Bei der kürzlich abgeschlossenen Restaurierung von Botticellis „Die Beweinung Christi“ konnten sämtliche alte Retuschen, Übermalungen und Firnisschichten entfernt werden. Das Gemälde wird nun bei der Ausstellung „Von Giotto bis Leonardo da Vinci“ in München zu sehen sein. Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Sibylle Forster
Wilhelm Lehmbruck wurde mit überschlanken, vergeistigten Figuren berühmt. „Der Gestürzte“ von 1915/16 wird ab 28. September in Stuttgart ausgestellt. Foto: Staatsgalerie Stuttgart
Wilhelm Lehmbruck wurde mit überschlanken, vergeistigten Figuren berühmt. „Der Gestürzte“ von 1915/16 wird ab 28. September in Stuttgart ausgestellt. Foto: Staatsgalerie Stuttgart
Eines der Meisterwerken Oskar Kokoschkas, das „Liebespaar mit Katze“ (1917), ist Teil der Retrospektive in Zürich.
Eines der Meisterwerken Oskar Kokoschkas, das „Liebespaar mit Katze“ (1917), ist Teil der Retrospektive in Zürich.
Das Gemälde „Thérèse, träumend“ von Balthus soll in Riehen zu sehen sein. Foto: The Metropolitan Museum of Art/Art Resource New York/Scala, Florence
Das Gemälde „Thérèse, träumend“ von Balthus soll in Riehen zu sehen sein. Foto: The Metropolitan Museum of Art/Art Resource New York/Scala, Florence
17.08.2018

Kunstvorträge im PZ-Forum: Von Botticelli bis Balthus

Pforzheim. Zu einer Reise durch 600 Jahre Kunstgeschichte anhand vier großer Themen lädt die Kunsthistorikerin Claudia Baumbusch ins PZ-Forum an. Ebenso informativ wie unterhaltsam sind ihre Bilder-Vorträge ein fester Bestandteil des Kulturangebots.

Los geht es am Dienstag, 19. September, mit dem französischen Maler Balthasar Klossowski, kurz Balthus, dessen Bilder mit erotischen Anspielungen ihn schon früh bekannt machten. Seine erste Ausstellung, 1934 in Paris, galt als skandalös. Künstler, darunter Picasso oder Dali, kauften hingegen seine Werke. Die Fondation Beyeler in Riehen widmet dem legendären Künstler (1908–2001) von 2. September bis 1. Januar 2019 eine retrospektiv angelegte Ausstellung. Die Kunstfahrt zur Ausstellung und nach Basel findet statt am Mittwoch, 3. Oktober.

Einem der bekanntesten deutschen Bildhauer ist der Vortrag am Donnerstag, 25. Oktober, gewidmet: Wilhelm Lehmbrucks (1881-1919) Oeuvre umfasst rund 100 Skulpturen, mehr als 1000 Zeichnungen, 80 Gemälde und großformatige Zeichnungen sowie 200 Druckgrafiken. Diese Vielseitigkeit und das Erproben verschiedener Techniken und Materialien sind charakteristisch für die Generation der Expressionisten. Die Staatsgalerie Stuttgart wird in ihrer Ausstellung „Variation und Vollendung“ von 28. September bis 24. Februar 2019 der Arbeitsweise Lehmbrucks nachspüren und seine bedeutendsten Plastiken zeigen. Die Kunstfahrt in die Staatsgalerie ist für Donnerstag, 1. November, geplant.

Den Malern im Florenz des 15. Jahrhunderts ist unter dem Titel „Von Giotto bis Leonardo da Vinci“ die erste Ausstellung (18. Oktober bis 27. Januar 2019) in den neuen Sonderausstellungsräumen der Alten Pinakothek in München gewidmet. Mit rund 120 Meisterwerken präsentiert die Schau in exemplarischen Gegenüberstellungen von Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen die bahnbrechenden künstlerischen Innovationen am Geburtsort der Renaissance. Eine umfassende Auswahl herausragender Tafelbilder, die für die Kirchen oder Paläste der toskanischen Handelsmetropole geschaffen wurden, führt in das Zeitalter der Medici und zeigt die Entwicklung der neuzeitlichen Malerei von ihren Anfängen mit Giottos Wirken bis hin zu den Schöpfungen von Leonardo da Vinci. Die Ideenwelt und Arbeitsweise der Künstler stehen auch im Fokus des Vortrags von Claudia Baumbusch im PZ-Forum am Montag, 5. November. Die Fahrt ins vorweihnachtliche München startet am Mittwoch, 28. November.

Oskar Kokoschka (1886-1980) zählt zu den wichtigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Sein Erbe für die Kunstproduktion der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart ist unbestritten und dennoch rätselhaft: Im von zwei Weltkriegen erschütterten Europa, wo realistische Kunst in Verruf geraten war, setzte sich Kokoschka unerschrocken für die Anerkennung der figurativen Kunst ein. Die Schau „Oskar Kokoschka: Eine Retrospektive“ von 14. Dezember bis 10. März 2019 im Kunsthaus Zürich ist als Retrospektive angelegt und soll mit 150 Exponaten allen Schaffensphasen des Künstlers Rechnung tragen. Der Vortrag findet statt am Dienstag, 4. Dezember, die Fahrt nach Zürich am Donnerstag, 27. Dezember.