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Starten ein Experiment: Lina Pittner und Ivan Syrov. Foto: Ketterl
Starten ein Experiment: Lina Pittner und Ivan Syrov. Foto: Ketterl
11.05.2018

LAF-Projekt in Pforzheim wird zum Versuchslabor

Pforzheim. Experiment mit offenem Ausgang: Etwa 20 Künstler treffen sich am Freitag in Stuttgart. Mit dem Bus fahren sie nach Pforzheim, performative Vorstellungsrunde inklusive.

Die Teilnehmer müssen sich auf ein einziges Gepäckstück mit Utensilien ihrer künstlerischen Arbeitsweise und ihren persönlichen Bedürfnissen während des Happenings beschränken. Und das dauert von heute bis Sonntag in den Räumen des LAF-Projekts (Leerstand als Freiraum) an der Östlichen 7. Dort werden die meisten auch übernachten.

„Wann bin ich Künstler? Wann privat? Die Grenzen verschwimmen“, erklärt Lina Pittner vom LAF-Verein das Konzept, das sie mit Ivan Syrov entwickelt hat. Beide sind Absolventen der Pforzheimer Hochschule. „Wir wollen versuchen, verschiedene Arbeitsweisen zusammenzuführen und etwas vorher nicht Definiertes zu gestalten“, sagt Syrov.

Die Künstler arbeiten in den Bereichen Fotografie, Film, Installationen, Skulpturen, Performances und Musik. Es werde sich zeigen, ob sie intuitiv zusammenfinden, Gruppen bilden – oder eben nicht. Titel der Ausstellung: „about: blank“. Diese Begriffe erscheinen in Internet-Browsern auf Seiten, auf denen kein Inhalt hinterlegt ist.

Dieses nicht Eindeutige zeige sich auch für den Besucher, der hinterfragen könne, wie er Kunst konsumiere: Ist er nur Beobachter? Oder Teil des Ganzen? Hat er ein Mitspracherecht? Ist das überhaupt Kunst?

Die Bar ist während des dreitägigen Versuchsaufbaus jeweils ab 16 Uhr bis nachts geöffnet, aber auch vorher sind Neugierige erwünscht. Am morgigen Samstag nach 20 Uhr gibt es eine Klang-Performance von der Gruppe Feinstaub.