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Klangvoll eröffnet wurde das Lehrer-Konzert auf der Empore der Michaelskirche von Frank Goebel (Orgel, von links), Liliana Brzecki (Violine) und Michael Pietsch (Trompete).  Molnar
Klangvoll eröffnet wurde das Lehrer-Konzert auf der Empore der Michaelskirche von Frank Goebel (Orgel, von links), Liliana Brzecki (Violine) und Michael Pietsch (Trompete). Molnar
28.09.2015

Lehrer der JuMu Neuenbürg spielen in der Michaelskirche Gräfenhausen

Birkenfeld-Gräfenhausen. Eine der ältesten Kirchen des Enzkreises hat die Jugendmusikschule Neuenbürg, Birkenfeld, Engelsbrand und Straubenhardt für ihr Lehrerkonzert im Rahmen des 50. Jubiläumsjahres ausgewählt – die evangelische Michaelskirche in Gräfenhausen.

Doch nicht nur die hervorragende Akustik war Grund, hier aufzutreten: „Wir wollen uns in jedem der vier Orte präsentieren“, sagte Leiter Christian Knebel, der selbst am Klavier mitwirkte.

Elf Lehrkräfte boten einen ansprechenden, kammermusikalischen Reigen durch die Jahrhunderte, der Schwerpunkt lag auf barocker Musik. Mit einem extra einstudierten, von der Empore herabklingenden Concerto für Trompete (Michael Pietsch), Violine (Liliana Brzecki) und Continuo (Frank Goebel an der Orgel) ging es los. Wunderbar weich und harmonisch wirkte das Adagio, das von zwei schnellen Allegro-Außensätzen umrahmt wurde. In eine Welt voller Magie und Mythen entführte Astrid Wittösch am Klavier – mit Claude Debussys berühmten „Claire de Lune“ aus der „Suite Bergamasque“.

Geheimnisumwoben auch das ausdrucksstarke Spiel von Alexander Gorbachev (Klarinette) und Christian Knebel (Klavier) mit der dreisätzigen Sonate von Francis Poulenc. Hier stimmte einfach alles, das Zusammenspiel, der Ton, die Dynamik. Als Duo bezauberten auch Joanna Trautmann (Querflöte) und Artur Merkel (Gitarre), die mit zwei Sätzen aus Maximo Diego Pujols „Suite Buenos Aires“ in südliche Gefilde führten – mal zutiefst melancholisch, mal in Form eines Tangos. Die Stimmführung bei Bachs Sonata Nr. 6 G-Dur, aus der der erste Satz erklang, wurde von Liliana Brzecki (Violine) und Wolfgang Hampel (E-Cembalo) gleichwertig behandelt, wobei der Geigerin mehr dynamische Feinabstufungen gelangen. In munteren Dialog zueinander traten außerdem Bianca Bachmann und Ulrike Sparn bei der Triosonate für zwei Altblockflöten und Orgel von Giuseppe Sammartini.

Anita Molnar