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Die Ausstattung von Antonia Mauter Markhof und Steffen Göpfert ist märchenhaft und findet neue Räume, in der die Zeit keine Rolle mehr zu spielen scheint.  Haymann
Die Ausstattung von Antonia Mauter Markhof und Steffen Göpfert ist märchenhaft und findet neue Räume, in der die Zeit keine Rolle mehr zu spielen scheint. Haymann
16.09.2016

Liebe, Kunst und Leidenschaft – „La Bohème“ im Theater Pforzheim

Mit „La Bohème“ von Giacomo Puccini setzt das Theater Pforzheim bei der Spielzeiteröffnung am Freitag um 19 Uhr im Großen Haus auf ein absolutes Erfolgsstück.

Das Werk verzaubert die Zuhörer mit wundervollen Melodien. Die Geschichte besticht durch ihre Intensität – und zieht das Publikum von der ersten Minute an ins Geschehen hinein. „La Bohème” ein Fest für Augen und Ohren, das zugleich Herz und Seele berührt. Musikfreunde können sich auf ein rauschhaftes Klangerlebnis und opulente Bildwelten freuen. Puccinis Oper vereint ihre Figuren in einem Dreiklang aus Liebe, Kunst und Leidenschaft. Als Vorlage diente Henri Murgers Roman „Scènes de la vie de Bohème“, dessen Figuren man buchstäblich auf der Straße begegnet: arme Poeten und Künstler, Näherinnen und zweifelhafte Damen aus der Halbwelt. Auf der Opernbühne erwachen sie zu neuem Leben, beseelt von Puccinis betörender Musik. Dem war nach der Lektüre des Buchs sofort klar: Er musste eine Oper daraus machen. Die Pforzheimer Inszenierung liegt in den Händen der Regisseurin Anja Nicklich. Für sie ist „La Bohème“ die Geschichte einer zum Scheitern verurteilten Liebe. Im Rückblick durchlebt Rudolfo die Liebesgeschichte, und es bleibt ungewiss, ob der Künstler das Geschehen erlebt oder nur geträumt hat. Während Mimì in der Romanze die eigentlich starke Frau und Partnerin ist, zerbricht Rudolfo an seiner eigenen Schwäche und Beziehungsunfähigkeit.