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Susan Weinert, Martin Weinert und Torun Eriksen (von links) überzeugen im „domicile“ mit ihrem behutsamen Musikstil. Foto: Frommer
Susan Weinert, Martin Weinert und Torun Eriksen (von links) überzeugen im „domicile“ mit ihrem behutsamen Musikstil. Foto: Frommer
23.09.2015

Mit Torun Eriksen präsentiert Susan Weinert ihre neue CD im „domicile“

Pforzheim. Ungewohnt sanfte Töne im „domicile“: Mucksmäuschenstill verfolgten die Konzertbesucher das Gastspiel von Susan Weinert (Gitarre) und Torun Eriksen (Gesang), die im Rahmen ihrer gemeinsamen „Fjord“-Tournee in der Brötzinger Jazz-Lounge auftraten.Mit dem Album „Fjord“ hat die aus dem Saarland stammende Gitarristin Susan Weinert in diesem Jahr ihre zwölfte CD vorgelegt.

Sowohl für die Aufnahmen im Studio als auch für die am Dienstag in München beendete Promotion-Tour konnte sie die norwegische Sängerin Torun Eriksen gewinnen, die bereits als Sechsjährige einem Gospelchor beitrat und bis zu ihrem 19. Lebensjahr in diesem Umfeld stimmlich reifte. Torun Eriksen hat Musik studiert und in Oslo anschließend das Norwegian Institute for Stage and Studio (NISS) besucht. Ihr aktuelles Repertoire reicht vom Soul und Rhythm ’n’ Blues bis zum Jazz.

Sanfter Zauber der Stimme

Im „domicile“ wurden Susan Weinert und Torun Eriksen vom Schweizer Drummer Florian Schneider und vom deutschen Bassisten Martin Weinert begleitet. Mit den getragenen Titeln „On The Beach“, „The Circus“ und „Fjord“ präsentierte das Quartett drei der fünf gemeinsam mit Eriksen in diesem Jahr eingespielten Songs gleich zum Konzertauftakt. Schon hier entfaltete die geradezu auf Samtpfoten in die Gehörgänge schleichende Stimme Eriksens ihren sanften Zauber, der leise an die Atmosphäre der frühen Norah- Jones-Nummern auf dem Debut-Album „Come Away With Me“ erinnerte. Allerdings ohne das Klangspektrum eines Flügels. Deutlich lebhafter ging es beim Instrumentaltitel „China Town“ zur Sache: Hier gab auch der bis dahin zurückhaltend agierende Schlagzeuger Schneider ein tempogeladenes Solo. Mit der Eigenkomposition „Joy“ und dem Wei-nert-Titel „Where All Things Start“ meldete sich die einprägsame Stimme Eriksens zurück. Martin Weinert untermalte mit gestrichenem Bass, Florian Schneider bearbeitete die Felle seiner Drums mit bloßen Händen und Susan Weinert gefiel mit melodiösem Gitarrenspiel und schien sich ganz dem Fluss der Musik zu überlassen.

Zwei Zugaben markierten den Abschluss des ungewöhnlichen Konzerts, das „a cappella“ ausklang.