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Unterhaltung mit einem Museumsstück: Eine neue App macht’s in Karlsruhe möglich.  Foto: Deck/dpa 

Museum startet Dating-App - „Ping!“ lädt zur Kommunikation mit Exponaten ein

Karlsruhe. Ab Freitag können im Badischen Landesmuseum per App mit Ausstellungsobjekten kommunizieren. Dann wird „Ping! Die Museumsapp“ zum kostenfreien Download in den App-Stores zur Verfügung stehen „Vielleicht funkt es ja und diese Liebe hält für immer?!“, heißt es aus dem Karlsruher Schloss.

Die App funktioniert wie Dating-Plattformen à la Tinder: Nutzer können Objekte auswählen und Kontakt aufnehmen – oder wegwischen, was nicht gefällt. Besteht gegenseitiges Interesse – und Obacht, nicht jedes Objekt zeigt dies seinerseits – beginnt der Dialog. Für Dutzende Ausstellungsstücke vom Grabstein eines Legionärs über ein Glas mit eingemachten Tomaten bis zum Aquamanile, einem Tongefäß zum Händewaschen, haben die Macher mögliche Gesprächsverläufe geschrieben. Die Texte sind dabei fertig geschrieben, der Nutzer hat nur eine Auswahl an Antwortmöglichkeiten und kein freies Textfeld.

Ein Algorithmus soll sich mit der Zeit aber merken, für welche Art von Objekten man sich interessiert und welcher Tonfall gefalle. Interessierte können auf diese Weise weit mehr über das ausgesuchte Objekt erfahren als beispielsweise über die Infotafeln im Museum.

Die Anwendung erfordert lediglich ein WiFi im Eingangsbereich, weitere Infrastruktur ist nicht notwendig. Und Nutzer können sie schon von zu Hause aus zum Erstellen eigener personalisierter Touren gebrauchen.

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