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Chris Murray und Zodwa Selele stimmen auf die Weihnachtszeit ein. Foto: Recklies
Chris Murray und Zodwa Selele stimmen auf die Weihnachtszeit ein. Foto: Recklies
19.12.2016

Musicalsänger Chris Murray sorgt mit weihnachtlichen Hits für volles Haus am Theater

Pforzheim. Alle Plätze sind an diesem Samstagabend belegt, als der Musicalsänger Chris Murray gemeinsam mit seiner Kollegin Zodwa Selele und dem Pianisten Philipp Polzin die Disney Edition des Programms „Chris Murray Musical Christmas“ präsentiert.

Innerhalb von nur einer Stunde waren die Karten für das Gastspiel des in Pforzheim aus verschiedenen Rollen bekannten Murray ausverkauft. Schon zu Beginn des Abends ist am begeisterten Jubel der Zuhörer abzulesen, dass die meisten Besucher Fans des ausdrucksstarken Musicaldarstellers sind. Und enttäuscht wird sicher kaum einer der Gäste – trotz des manchmal falsch klingenden Flügels und manch künstlicher Einspielung vom Band.

Ein buntes Potpourri an Stücken servieren Murray und Selele im gelungenen Zusammenspiel mit Polzin. Dabei reicht die Auswahl von „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ aus dem „Dschungelbuch“ über „Ich leb’ nur, weil es Dich gibt“ aus dem Musical „Dracula“ oder „Feed The Birds“ aus dem Film „Mary Poppins“ bis hin zu „Draußen“ aus dem Disneyfilm „Der Glöckner von Notre Dame“.

Ausdrucksstarke Stimme

Ergänzt werden diese mit viel Verve dargebotenen Stücke unter anderem durch „Colors Of The Wind“ aus „Pocahontas“ und dem von Elton John für das Musical „König der Löwen“ geschriebenen Song „Schattenland“, gesungen von der ausdrucksstarken Zodwa Selele, die gegenwärtig mit Murray in Hof am Rockmusical „Der Ring“ von Frank Nimsgern arbeitet. Und auch aus dieser Produktion gibt es natürlich etwas zu hören. Murray singt „Steig’ hinab kleiner Mann“ und erntet dafür tosenden Applaus. Solchen gibt es fast nach jedem Liedbeitrag, insbesondere aber nach dem von Selele gesungenen „The Christmas Song“, den die in Franken aufgewachsene Sängerin mit südafrikanischen Wurzeln mit so viel Gefühl darbietet, dass es den Zuhörern unter der Haut kribbelt.

Eher lustig ist Seleles Lesung des Gedichts „Der Adpfent“ in fränkischem Dialekt. Überhaupt gibt es neben den Lieddarbietungen auch viel Besinnliches von Murray und Selele. Mal als Lesung des Textes „Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann“, meist aber frei erzählt von Murray, der mehrfach darauf verweist, dass Weihnachten für ihn eine wunderbare Tradition sei, die es zu pflegen gelte – und bei der es vor allem darauf ankomme, anderen Menschen eine Freude zu machen.