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Claudio Abbado 

Musikfestival in Colmar erinnert an Claudio Abbado

Colmar. Es ist eines der schönsten Klassik-Musikfestivals, vereint doch das Festival International de Colmar so vieles: großartige Musik, Weltstars, herausragende Orchester – und das in einem Rahmen, der genau die richtige Größe hat. Denn hier gibt es kein Schlangestehen und keine Parkplatzsuche, hier bummeln die Musikbegeisterten entspannt durch die historische Altstadt, um vom einen Konzert zum anderen zu gelangen. Colmar ist an diesen Tagen voller Musik – nun wieder vom 4. bis 14. Juli.

Und zwar mit ganz speziellen Konzerten, die einem der Größten am Dirigentenpult gewidmet sind: Claudia Abbado, nach einer Krebserkrankung 2014 im Alter von 80 Jahren verstorben. Festivalchef Vladimir Spivakov, Stargeiger und Chef des Russischen Philharmonischen Nationalorchesters, arbeitete häufig mit Abbado zusammen, pflegte ein freundschaftliches Verhältnis. Ihm ist es gelungen, eine Reihe von Solisten einzuladen, die in engem persönlichem Kontakt zum Maestro standen: Renaud Capuçon, Soloviolinist im lange von Abbado geleiteten Gustav Mahler Orchester, Emmanuel Pahud, Soloflötist der Berliner Philharmoniker, denen der Dirigent von 1990 bis 2002 vorstand. Die Geigerin Viktoria Mullova, Abbados Ehefrau, gibt mit ihrem Sohn Misha Mullova-Abbado am Jazzkontrabass ein Konzert. Und natürlich gibt es Werke, die Abbado besonders schätzte: Beethovens siebte Symphonie gleich zum Auftakt am 4. Juli, Tschaikowskys „Pathétique“, die Abbado mehrfach einspielte (6. Juli und Mahlers „Titan“-Sinfonie 13. Juli). Große Chöre, bekannte Kammermusik-Formationen, viele weitere Musikstars und historische Spielstätten: Schöner kann man Musik kaum erleben.

www.festival-colmar.com/de