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Matthias Botzet, Matthias Hautsch, Florian Schüle und Mareike Neuhäuser (von links) sind professionelle Musiker aus der Region. Unterschiedlich aber ist ihre Herangehensweise an den Urlaub.
Matthias Botzet, Matthias Hautsch, Florian Schüle und Mareike Neuhäuser (von links) sind professionelle Musiker aus der Region. Unterschiedlich aber ist ihre Herangehensweise an den Urlaub.
Matthias Botzet, Matthias Hautsch, Florian Schüle und Mareike Neuhäuser (von links) sind professionelle Musiker aus der Region. Unterschiedlich aber ist ihre Herangehensweise an den Urlaub. Fotos: PZ-Archiv
Matthias Botzet, Matthias Hautsch, Florian Schüle und Mareike Neuhäuser (von links) sind professionelle Musiker aus der Region. Unterschiedlich aber ist ihre Herangehensweise an den Urlaub. Fotos: PZ-Archiv
Matthias Botzet, Matthias Hautsch, Florian Schüle und Mareike Neuhäuser (von links) sind professionelle Musiker aus der Region. Unterschiedlich aber ist ihre Herangehensweise an den Urlaub.
Matthias Botzet, Matthias Hautsch, Florian Schüle und Mareike Neuhäuser (von links) sind professionelle Musiker aus der Region. Unterschiedlich aber ist ihre Herangehensweise an den Urlaub.
Matthias Botzet, Matthias Hautsch, Florian Schüle und Mareike Neuhäuser (von links) sind professionelle Musiker aus der Region. Unterschiedlich aber ist ihre Herangehensweise an den Urlaub.
Matthias Botzet, Matthias Hautsch, Florian Schüle und Mareike Neuhäuser (von links) sind professionelle Musiker aus der Region. Unterschiedlich aber ist ihre Herangehensweise an den Urlaub.
07.08.2015

Neue PZ-Serie „Künstler im Urlaub“: Auch professionelle Musiker müssen Ferien machen

Pforzheim. Sie gelten als die schönste Zeit des Jahres: die Wochen im Urlaub. Und ihr Reiz besteht für Viele darin, einmal nicht arbeiten zu müssen – sondern das Büro, die Werkstatt oder Fabrik mit dem Strand zu tauschen. Doch gilt das wirklich für alle Berufe? Oder gibt es sie, die Berufstätigen, für die der Job mehr Berufung als bloßer Broterwerb ist – und die auch im Urlaub so gar nicht abschalten können? Wir haben bei denen nachgefragt, denen man in ihrer Berufswahl mehr Leidenschaft als Berechnung nachsagt, die für ihren Beruf brennen – auch außerhalb der Arbeitszeit und ohne fürstliche Gehälter: bei Künstlern. Ob diese ihren Beruf und einen Urlaub unter einen Hut bekommen, das zeigt die in loser Folge erscheinende PZ-Serie „Künstler im Urlaub“. Los geht es heute mit den Musikern.

Im Urlaub geht Matthias Botzet, Kontrabassist des Südwestdeutschen Kammerorchesters, auf Distanz zu seinem Instrument: „Ich mache gerade einen Kurzurlaub auf der niederländischen Insel Texel und habe meinen Bass nicht mit hierhergebracht“, sagt er: „Es gibt im Urlaub immer wieder Zeiten, an den ich mein Instrument zur Seite lege – und mich ausnahmsweise nur auf mich selbst konzentriere. Das finde ich wichtig.“ Bewusst lässt Botzet sein Instrument zu Hause, gönnt sich am Strand eine Auszeit vom Bass. Und das nicht wegen der sperrigen Größe des Rieseninstruments – „ich habe ihn ja auch sonst auf fast jeder Reise dabei“ – sondern weil die Pause auch musikalisch guttut: „Wenn man einige Zeit nicht gespielt hat, dann braucht man zwar etwas, um wieder ins Spiel zu kommen. Aber manche Sachen, in die man sich vorher verbissen hat, funktionieren auf einmal wie von selbst.“

Eine ganz andere Herangehensweise an die Zeit im Urlaub hat da der Gitarrist Matthias Hautsch. Denn wirklich freie Zeit ohne Musik, die gibt es für ihn nicht: „Fürs Üben gibt es nie eine Pause. Ich habe mein Instrument auch im Urlaub eigentlich jeden Tag in der Hand.“ Bloße Relax-Urlaube ohne Beschäftigung sind sowieso nicht sein Fall: „Ich verbinde den Urlaub immer mit musikalischen Auftritten – und mache viel Sport.“ In diesem Jahr gruppiert sich sein Urlaub um die Orte, an denen er auftritt – wie Meran im September oder Andalusien im Oktober. Auch der Transport bereitet ihm keine größeren Probleme: „Entweder fahre ich mit dem Auto – da passt mein Equipment rein. Oder ich fliege – dann gibt es am Konzert-Ort Instrumente, mit denen ich spielen kann“.

Auch Florian Schüle, der Solo-Klarinettist der Badischen Philharmonie Pforzheim, blickt arbeitsreichen Wochen entgegen: „In diesem Sommer arbeite ich mit dem Dirigenten Thomas Hengelbrock und einem Jugendorchester im Rahmen eines Projekts zusammen. Dort bin ich als Dozent – und kann schon allein deswegen auf das tägliche Spiel nicht verzichten.“ Es gibt aber Sommer, da nimmt sich auch Schüle die Freiheit, einige Wochen gar nicht zu spielen. Und das nicht nur als Urlaubsentspannung, sondern auch aus einem ganz anderen Grund. Während der Sommerpause geben viele professionelle Musiker ihre Instrumente zum Instrumentenbauer, der sie generalüberholt – und für die nächste Spielzeit einsatzbereit macht.

So wie bei Mareike Neuhäuser, der Solo-Fagottistin der Badischen Philharmonie Pforzheim. „Während mein Instrument beim Instrumentenbauer kontrolliert wird, mache ich eine musikalische Pause. Spätestens zwei Wochen vor der nächsten Saison sollte man aber mit dem Üben wieder anfangen.“ Und was wäre, wenn Neuhäuser im Sommer einmal doch ein Instrument zur Verfügung hätte? „In den Urlaub würde ich mein Instrument nicht mitnehmen. Aber manche Kollegen nehmen ihr Fagott bestimmt auch mit an den Strand.“