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Vanessa Mai. Foto: dpa
Vanessa Mai. Foto: dpa
10.08.2018

Neue Single: Vanessa Mai gibt dem Schlager moderne Rhythmen

Stuttgart. Ihren großen Hit „Ich sterb für dich“ produzierte sie mit Dieter Bohlen. Nun macht Sängerin Vanessa Mai ihr eigenes Ding. Sie mischt für ihr neues Album Schlager mit Pop, Rap und Electro Beats. „Schlager“ ist das Bekenntnis der 26-Jährigen zu ihrem musikalischen Genre. Und gleichzeitig der Versuch, Grenzen auszuloten.

„Ich bin sehr nervös und gespannt, wie das Album ankommt“, sagt Mai, die in Backnang bei Stuttgart lebt: „Nirgendwo anders gibt es in den Köpfen so tiefe Gräben zwischen den Musikrichtungen wie in Deutschland“.

Wie sie unterschiedliche Musikrichtungen miteinander verbindet, zeigt die ausgekoppelte Single. „Wir 2 immer 1“ ist ein Duett von Mai und dem Rapper Olexesh (30). Das Lied mischt Rap mit Schlager – und stößt nicht bei allen auf Gegenliebe. Mit dem in den USA lebenden Musikproduzenten und Komponisten Lukas Loules (45) hat die Schwiegertochter von Andrea Berg („Tausendmal belogen“) Teile des neuen Albums in Los Angeles aufgenommen. „Das, was ich mache, ist da drüben Pop“, sagt Mai.

Der erste Teil des Doppelalbums besteht aus zwölf neuen Liedern. Hinzu, im zweiten Teil, kommen zwölf bekannte Songs. Mai hat sie neu eingesungen und frisch produziert – und modernisiert. Ihrer bisherigen Linie bleibt Mai trotz der musikalischen Experimente mit ihrem nunmehr fünften Album weitgehend treu: Sie macht modernen, eingängigen Schlager. Sie setzt auf Wohlfühlmusik mit Emotion, wie zum Beispiel der neue Feel-Good-Titel „Mein Sommer“ zeigt, der das Zeug für die Hitparaden hat. Es ist Musik, die mehrere Generationen ansprechen und gute Laune erzeugen soll – die für Kritiker jedoch wenig Tiefgang hat und naturgemäß nicht jedermann Geschmack trifft.

Arbeiten muss sie noch immer an den Folgen eines Unfalls. Im April hatte sich Mai bei Bühnenproben in Rostock schwer am Rücken verletzt. Permanente Schmerzen und medizinische Behandlungen seien die Konsequenzen des Unfalls.

Ihren Willen und ihr Engagement habe der Vorfall nicht gebremst: „Ich bin eine der ganz wenigen Menschen, die ihren Traum leben dürfen.“