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Blick in die Gurlitt-Ausstellung in Frankfurt, die der NS-Raubkunst auf der Spur ist. Fotos: Ertl/Zwietasch/Deck
Blick in die Gurlitt-Ausstellung in Frankfurt, die der NS-Raubkunst auf der Spur ist. Fotos: Ertl/Zwietasch/Deck
Eine Besucherin geht im Museum Frieder Burda in Baden-Baden an dem Werk „Mercedes-Benz Formel Rennwagen W 125“ von Andy Warhol vorbei. Fotos: Ertl/Zwietasch/Deck
Eine Besucherin geht im Museum Frieder Burda in Baden-Baden an dem Werk „Mercedes-Benz Formel Rennwagen W 125“ von Andy Warhol vorbei. Fotos: Ertl/Zwietasch/Deck
Der Balusterpokal mit Landknechtsfigur, um 1520 ist in Stuttgart ausgestellt. Fotos: Ertl/Zwietasch/Deck
Der Balusterpokal mit Landknechtsfigur, um 1520 ist in Stuttgart ausgestellt. Fotos: Ertl/Zwietasch/Deck
11.01.2018

Neue Vorträge mit Claudia Baumbusch im PZ-Forum starten: Spannende Lebenswege

Pforzheim. Bereits am Donnerstagabend, den 11. Januar, geht es los: Die Kunstvorträge mit Claudia Baumbusch starten in die neue Saison. Noch gibt es Karten für alle Abende im PZ-Forum.

„Kunstkrimi Gurlitt“, 11. Januar. Als im November 2013 bekannt wird, dass die bayrische Staatsanwaltschaft die Kunstbestände von Cornelius Gurlitt beschlagnahmt hat, ist das öffentliche Aufsehen groß. Denn die 1500 Kunstwerke, die der zurückgezogen lebende und 2014 verstorbene Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895–1956) von seinem Vater geerbt hat, stehen im Verdacht, Raubkunst aus der NS-Zeit zu sein. Claudia Baumbusch widmet sich anhand der Ausstellung „Bestandsaufnahme Gurlitt“, die gleichzeitig in Bonn und Bern stattfindet, dem spannenden Thema des Umgangs mit Raubkunst und stellt die wichtigsten der beschlagnahmten Bilder vor.

„Peter Paul Rubens: Leben und Werk“, Mittwoch, 7. Februar. Kaum ein anderer Künstler hat die europäische Barockmalerei so geprägt wie der flämische Maler des Goldenen Zeitalters Peter Paul Rubens (1577–1640). Als Inspiration dienten ihm nicht nur antike und zeitgenössische Skulpturen, sondern auch Gemälde, etwa von Tizian oder Tintoretto. Aus Anlass der Ausstellung „Kraft der Verwandlung“, die bereits bei ihrer ersten Station in Wien großes Aufsehen erregte, wird die Kunsthistorikerin Biografie und Werke des Malers vorstellen.

„Der Meister von Meßkirch“, Dienstag, 20. März. Sein Name ist ebenso rätselhaft wie seine Herkunft: Der Meister von Meßkirch, benannt nach seinem Hauptwerk, dem Altarzyklus der Kirche St. Martin in Meßkirch, fesselt nicht nur durch die wenigen bekannten biografischen Daten, sondern vor allem durch prachtvolle Farben, die über die Jahrhunderte nichts von ihrer Strahlkraft verloren haben, und Heilige mit unverwechselbaren Charakterköpfen. Noch bis 2. April sind die Werke des zwischen 1515 und 1540 tätigen Künstlers in der Staatsgalerie Stuttgart zu sehen.

„Andy Warhol und die Kunst Amerikas“, Dienstag, 17. April. Andy Warhol (1926–1987) gilt als bedeutendster Vertreter der amerikanischen Pop-Art. Die Karriere des Sohns einer armen Bauernfamilie mit russinischen Wurzeln begann bereits in den 1950er-Jahren als Grafiker und Illustrator für Mode-, Hochglanz- und Lifestylemagazine. International bekannt wurde er mit seinen Siebdruckserien von Campbell’s Suppendosen und von Marilyn Monroe, in denen er Strategien und Methoden der Werbung für künstlerische Zwecke einsetzte. Wie die Ausstellung „America! America!“ im Museum Burda in Baden-Baden wird Claudia Baumbusch auch kurz Warhols Zeitgenossen, Roy Lichtenstein und James Rosenquist, in ihrem Vortrag vorstellen.

„Freunde und Rivalen: Francis Bacon und Alberto Giacometti“, Montag, 14. Mai. Immer wieder stehen berühmte Künstlerfreundschaften im Zentrum von Vorträgen im PZ-Forum. Von 29. April an widmet sich die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel der Verbindung der beiden Künstler, die einen unerschütterlichen Glauben an die Bedeutung der menschlichen Figur und die Rolle der Tradition teilten. Für Bacon und Giacometti, Freunde und Rivalen gleichermaßen, waren ihre sehr kleinen und geradezu chaotischen Ateliers besondere Orte, aus denen große Kunst hervorging.

„Kunsthalle Mannheim“, Donnerstag, 21. Juni. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts prägt die Kunsthalle Mannheim das kulturelle Leben der Stadt, unter anderem mit einer Sammlung der deutschen und internationalen Moderne von Manet bis Bacon. Im Dezember hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den fast 70 Millionen Euro teuren Neubau eingeweiht, der ab Sommer für die Öffentlichkeit geöffnet sein wird. Claudia Baumbusch wagt im Juni mit ihrem Vortrag einen Blick.