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Formen von Tischen, Stühlen, Balken verbindet Eckart Steinhauser. © Ketterl
10.01.2019

Neuer Blick auf Alltägliches: Eckart Steinhauser stellt bei der Galerie Brötzinger Art aus

Pforzheim. Seine Arbeiten sind spielerisch – aber keinesfalls verspielt. Vielmehr geht Eckart Steinhauser, der von Freitag an in der Galerie Brötzinger Art ausstellt, mit Dingen des Alltags auf so spanende Art um, dass es dem Betrachter seiner optischen Puzzles einfach Freude machen muss, sie zu entschlüsseln.

Bildergalerie: Ausstellung von Eckart Steinhauser in der Galerie Brötzinger Art

Der in Ettlingen lebende Bildhauer kombiniert für seine Holzskulpturen und Wandobjekte Stühle, Tische, Leitern, Fenster und Balken auf vielschichtige Weise: ineinander verwoben, an unterschiedlichen Stellen verbunden.

Ein Wechselspiel zwischen Abstraktion und Konkretem. Spielerisch, schildert der 49-Jährige, probiere er an Plastikmodellen die Wirkungen und die Möglichkeiten aus, ehe er zum Holz greife. Da bevorzugt der gelernte Modellbauer, der an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe studierte, Exotisches: Wengé- und Sipo-Hölzer aus Afrika – der schönen dunklen Farbe wegen.

Die Ästhetik unterschiedlicher Metalle testet er in seiner „Kristall“-Reihe: Kantige Sandsteinbrocken, die er bei einem Spaziergang entdeckte, dienen als Inspiration. Die Banalität dieser alltäglichen Steine wird durch Cortenstahl oder schwarz patinierte Bronze zu einem Kunstwerk. Das Steinhauser gerne auch groß anlegt: etwa in einem 1,5 mal 1,5 mal 3 Meter großen „Kristall“. Eine Dimension, die in den vier kleinen Räume der Brötzinger Art nicht präsentierbar ist. Doch mit 22 Arbeiten wird die Breite seines Schaffens angerissen.

Und die überrascht im letzten Raum: Wie ein Kinderzimmer aus einem seltsamen Traum mutet die Installation aus einer ganzen Reihe schräger, gebogener und rot lackierter Holzautos an, denen Steinhauser einen umgekippten kleinen Stuhl aus schwarzem Holz beigibt. Spannend!