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Helene Grimaud
Helene Grimaud
26.02.2016

Neues Album von Hélène Grimaud: Wasserklänge mit Weltmusik

Paris. Im Hintergrund ein nächtlich beleuchtetes Wasserbecken, auf der Bühne zwei Mini-Aquarien mit Quallen und in der Mitte ein schwarzer Konzertflügel von Steinway & Sons. In diesem Ambiente in der Pariser Fondation Louis Vuitton gab Hélène Grimaud kürzlich schon einen Vorgeschmack auf ihr neues Album: Auf „Water“ vereint die 46-Jährige Stücke von Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts, denen die Faszination für das Element Wasser gemeinsam ist.

Dafür hat Grimaud den britischen Komponisten, Remixer und DJ Nitin Sawhney mit ins Boot geholt. Der 51-jährige Musiker schuf die Übergänge zwischen den Stücken von Maurice Ravel, Franz Liszt oder Leos Janacek – Passagen mit teils psychedelischen, teils folkloristischen Elementen.

Wasser sprudelt, fließt und rauscht. Ebenso wie die Stücke, die Grimaud virtuos interpretiert.

Mit dem Album habe sie ein Projekt realisiert, das ihr schon lange am Herzen lag, sagte Grimaud. Mit „Water“ beschreitet sie neue Wege. Die Musikerin bleibt zwar ihrem klassischen Repertoire treu, holt aber mit Sawhney höchst zeitgenössische Klänge und musikalische Einflüsse aus aller Welt in ihr Universum. Seine Musik sei eine wunderbare Synthese verschiedenster Musiktraditionen, sagt sie.

Ohne Wasser gäbe es kein Leben, Wasser sei eine knappe Ressource, zu der viele keinen Zugang hätten. „Vielleicht kann ich mit meiner Musik für dieses Problem mehr Sensibilisierung schaffen.“