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In Niefern bemalt Isabell Löwe das Trafohäuschen beim Spielplatz an der Marienstraße mit lustigen, bunten Tieren. Tilo Keller 

Nicht nur Kindern eine Freude machen: Künstlerin bemalt Trafohäuschen in Niefern mit bunten Tieren

Niefern-Öschelbronn. Ein lässig an einer Wand lehnender Hirsch, ein Frosch mit Partyhütchen, ein niedlicher Fuchs und einige andere Tiere schauen neuerdings den Kindern zu, die in Niefern den Spielplatz in der Marienstraße besuchen. Die Künstlerin Isabell Löwe nutzt die letzten schönen Tage im Herbst, um das Trafohäuschen neben dem Spielplatz, mit kunterbuntem Getier zu verzieren. "Es gibt viel zu entdecken, das passt doch auch zu Kindern", sagt Löwe.

Und tatsächlich – wer genauer hinsieht, entdeckt immer mehr kleine Tiere, die sich vor allem im oberen Bereich in einem Blumen-Wimmelbild verstecken. Darunter auch Catman, den sie in Anlehnung an Batman erfunden hat. "Meine Tochter sagt Katzen-Mann dazu", schmunzelt die Künstlerin, die ursprünglich aus der Region Rastatt kommt, inzwischen aber in Niefern wohnt.

"Wir haben hier ein Haus gekauft und waren dann zunächst für vier Jahre in Rumänien, weil man Mann dort beruflich zu tun hatte", erklärt sie. "Als es mit Corona anfing, sind wir wieder zurück nach Niefern."

Vor rund zwei Wochen begonnen

Löwe hat eine Ausbildung zur Bühnenmalerin beim SWR in Baden-Baden absolviert und danach eine zur Grafikdesignerin drangehängt. "Bürgermeisterin Birgit Förster hat mich angesprochen, ob ich die Fläche bemalen möchte", berichtet sie.

"Ich bin dankbar für das Vertrauen, das man mir entgegengebracht hat."

Isabell Löwe über Bürgermeisterin Birgit Förster.

Vor zwei Wochen hat sie mit der Wandmalerei angefangen und schwingt seither den Pinsel immer, wenn es das Wetter zulässt. Bald ist es geschafft, die gesamte Wand in Richtung Spielplatz ist schon ziemlich mit Tieren bevölkert.

Während oben das Blumen-Wimmelbild zum Entdecken einlädt, sind im unteren Bereich kleinere und größere heimische Tiere versammelt, mit denen sich die Kinder identifizieren können: Hase, Dachs, Wildschwein, Reiher, Fuchs und Ente, die größtenteils auch Kleidung tragen.

Für Türen etwas Besonders geplant

Einer Schlange hat sie einen Rollkragenpullover verpasst und dem Mäusebussard eine Brille, da ja auch manche Kinder Brillen tragen. "Es ist echt lustig, ich bekomme positive Kommentare von jedem Alter", freut sich Löwe über die Resonanz. Eine nette Nachbarin bringt ihr gelegentlich einen Cappuccino vorbei.

Manche Kinder haben sich bei ihr erkundigt, ob sie die Wand überhaupt bemalen dürfe. Was noch fehlt, sind die beiden Türen, für die sie etwas Besonderes geplant hat. "Dort habe ich vor, eine Illusionsmalerei zu machen", erklärt sie. Passend zum Thema Strom soll ein Gewitter mit Blitzen entstehen, wobei die Wolken niedliche Gesichter bekommen sollen.

"Die Eltern können dann gleich erklären, was es mit dem Trafohäuschen auf sich hat", sagt Löwe. Die Warnschilder mit der Mahnung "Hochspannung! Vorsicht Lebensgefahr" bleiben natürlich erhalten und werden einfach in das Bild integriert.