nach oben
Animiert das Publikum zum Mitsingen: Floor Jansen von Nightwish. Talmon
Animiert das Publikum zum Mitsingen: Floor Jansen von Nightwish. Talmon
08.12.2015

Nightwish entfacht ein musikalisches Flammenmeer

Nürnberg. Wie auch immer man es nennen mag – Symphonic Metal, geniale Verbindung aus Klassik, Folk und Metal oder schlicht die einzigartige Kombination aus Operngesang, harten Gitarrenriffs und treibenden Beats – die finnische Band Nightwish hat einen ganz eigenen Sound geschaffen.

Und ist damit seit fast 20 Jahren höchst erfolgreich. Acht Millionen verkaufte Alben und ausverkaufte Tourneen sprechen für sich. So wundert es kaum, dass Nightwish auch in Nürnberg vor einer brodelnden Masse spielt, die zwischen Headbangen und gebanntem Lauschen in den Bann der Band um Sängerin Floor Jansen und Mastermind Tuomas Holopainen am Keyboard gezogen wird. Und das vor allem mit den neuen Songs aus dem Album „Endless Forms The Beautiful“. Nightwish zelebriert nur wenige der alten Hits, wie „Nemo“ oder „Stargazers“, setzt ganz auf die neue Stimme.

Seit zwei Jahren ist Floor Jansen festes Bandmitglied in der Nachfolge von Sopranistin Tarja Turunen und der eher vom Pop geprägten Anette Olzon. Jansen gelingt der Bogenschlag zwischen Metall und Klassik deutlich besser: Rockakademie und Konservatorium hat sie beides durchlaufen, leise, eingängige Songs kann sie ebenso schön singen, wie sie als Rockröhre in schwarzer Lederkluft dem Publikum einheizt.

Doch nicht nur der druckvoll-klare Sound überzeugt in Nürnberg, es ist vor allem die atemberaubende Show voller Pyroeffekte, bunter Licht-Inszenierungen und epischen Landschaftsbildern auf der großen Videowand. Seit jeher steht Nightwish für virtuose Vollkommenheit, vermag es wie kaum eine andere Band, fantastische Traumwelten entstehen zu lassen, Zeit und Raum auszublenden und mit symphonisch-majestätischen Kompositionen tief im Innern zu berühren.