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26.10.2015

Öffentliches Eröffnungsfest der Begleitausstellung „Selfies“ in der Jungen Kunsthalle

Selbstwahrnehmung und Selbstdarstellung haben im Leben von Kindern und vor allem von Heranwachsenden große Bedeutung. Die fortwährende Selbstkontrolle durch einen überkritischen Blick von außen, der Gruppenzwang zur permanenten Selbstbespiegelung im Selfie, die Dauerpräsenz in den sozialen Netzwerken, das Aufgehen in einer virtuellen Gemeinschaft – all diese Herausforderungen setzen ein starkes Ego voraus.

Wie sehen sich die jungen Besucher und wie stellen sie sich dar? Welche Rolle spielen dabei Alter, Geschlecht, Herkunft und Mode? Welchen Einfluss haben die sozialen Netzwerke auf die Formung des Selbst? Begleitend zur Präsentation der künstlerischen Selbstporträts aus fünf Jahrhunderten, die im Hauptgebäude gezeigt wird, regt die Ausstellung in der Jungen Kunsthalle zum Nachdenken über die heutigen Kommunikationsformen des Selbst in den digitalen Medien an. Sie macht differenzierte Wahrnehmungs- und Handlungsangebote und unterstützt in einem kreativ-phantasievollen Umgang mit unterschiedlichen ästhetischen Ausdrucksformen die identitätsbildende Entwicklung der Jugendlichen. Das eigene Selbst kann sich in Fotografie, Video, Montage, Zeichnung, Malerei, Theater, Druck, Textproduktion oder auch in der Musik ausdrücken. Kuratoren: Dr. Sibylle Brosi, Petra Erler, Elena Welscher