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15.09.2015

Orgelsommer geht mit Trompetenglanz zu Ende – und kommt 2016 wieder

Pforzheim. Orgelbegleitete Trompetenkonzerte bieten eine besonders strahlende Kombination der Klangfarben. Das gut besuchte Abschlusskonzert des 13. Pforzheimer Orgelsommers in der Herz-Jesu-Kirche war dabei nicht nur in dieser Hinsicht ein Ohrenschmaus.Die Trompeter Franz Tröster und Markus Privat interpretierten zusammen mit Mathias Kohlmann an der Orgel Prachtstücke dieser typisch barocken Kompositionen und sorgten damit gleichzeitig für eine feierlich-festliche Atmosphäre.

Mit Echo- und Hall-Effekten schwebten die beiden miteinander wetteifernden, silberhell gleißenden Bläserstimmen in weit schwingenden Klangbögen wie himmlische Botschaften von der Empore herab. Johann Melchior Molters Concerto in D für zwei Trompeten oder Gottfried Heinrich Stölzels Concerto in F für zwei Trompeten und Orgel wurden als Musterexemplare dieser Gattung präsentiert, die trotz ihrer ähnlichen Struktur in unterschiedlichsten Facetten leuchteten.

Petronio Franceschinis „Sonata in D“ und Giuseppe Jacchinis „Sonata con Trombe“ hatten in ihrer italienischen Trompeten-Konzert-Variante noch jeweils ein teils nur von der Orgel intoniertes „Grave“ mit dunkleren Farben und ruhigerer Tempo-Gangart im Programm. Zwischen den Bläser-Kompositionen brachte Kohlmann reine Orgelwerke zu Gehör, darunter den mit hellen Glöckchen-Klängen registrierten ersten Satz aus Georg Christoph Wagenseils Orgelkonzert in C und Franz Liszts mit wuchtigen Klangballungen ausgestattete, im Orgel-Plenum volltönig rauschende Hommage „Praeludium und Fuge über B- A- C- H“.

Getoppt wurde der Konzertabend von Christina Harmons klangprächtiger „Fantasie“ für zwei Trompeten und Orgel über Edward Elgars englische Nationalfestmusik „Pomp and Circumstance“. Bei so viel begeistertem Publikumszuspruch, den nicht nur dieses Schlusskonzert des Orgelsommers erlebte, ist es für die dankbaren Veranstalter eine Selbstverständlichkeit, die Konzertreihe auch 2016 fortzuführen.