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Auf großes Interesse stößt die Gründung des neuen Vereins im PZ-Forum. Foto: Ketterl
Auf großes Interesse stößt die Gründung des neuen Vereins im PZ-Forum. Foto: Ketterl
20,17 Euro kostet der Jahresbeitrag im Ornamenta-Verein, der das Goldstadt-Jubiläum 2017 fördert. Im Bild Vereinsvorsitzender Stefan Förster, Schatzmeister Stephan Scholl und Koordinator Gerhard Baral (von links).  Foto: Ketterl
20,17 Euro kostet der Jahresbeitrag im Ornamenta-Verein, der das Goldstadt-Jubiläum 2017 fördert. Im Bild Vereinsvorsitzender Stefan Förster, Schatzmeister Stephan Scholl und Koordinator Gerhard Baral (von links). Foto: Ketterl
16.10.2015

Ornamenta-Verein unter großer Zustimmung im PZ-Forum gegründet

„Wir müssen die Chance nutzen“ – fast gebetsmühlenhaft klingt dieser Satz den rund 150 Menschen im PZ-Forum in den Ohren, die zur Gründungsversammlung des Ornamenta-Vereins gekommen sind. Einig sind sich alle, dass die Chance, die das Jubiläum „250 Jahre Schmuck und Uhren“ der Goldstadt bietet, nicht ungenutzt verstreichen darf.

„Die Stadt soll sich neu erfinden“, sagt PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer. „Sie muss sich neu positionieren, eine neue Identität schaffen“, fordert Oberbürgermeister Gert Hager. Und Jubiläumskoordinator Gerhard Baral betont: „Wir freuen uns darauf, das Pforzheim von heute mitzunehmen und für morgen aufzustellen.“ Dass all dies nur gemeinsam geschehen kann, davon müssen die Anwesenden nicht erst überzeugt werden, sind sie doch gekommen, um genau diesen Schulterschluss zu dokumentieren.

Mit dem Ornamenta-Verein will die Goldstadt zeigen, dass sie bereit ist für den Aufbruch. Bereit, das 2017 anstehende Jubiläum zu nutzen, um sich neu zu definieren. Und letztlich auch bereit, nicht nur um das Wohlwollen, sondern auch um geöffnete Geldbörsen zu bitten, um möglichst viele Projekte im Rahmen dieses Jubiläums zu realisieren. Denn – und das stellt PZ-Verleger Esslinger-Kiefer klar: „Die Pforzheimer wollen ihre Stadt mögen – aber man muss ihnen Anlass dazu geben.“ Manchmal genüge ja ein OechsleFest, viel wichtiger sei aber die Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität in der City. „Kein Zweifel also: Dies Stadt muss ihr Profil schärfen, gerade auch als Einkaufsstadt und kulturelles Zentrum für die Region.“

Auch für OB Hager stellt sich die Frage: „Wie finden wir zusammen in einer Stadt, in der sich vieles verändert?“ Die Ausweisung neuer Gewerbegebiete, die Ansiedlung von Unternehmen und der Bevölkerungszuwachs würden neue Aussichten bieten, aber auch neue Visionen erforderlich machen. Für den Oberbürgermeister ist das anstehende Jubiläum der Startpunkt für die Weiterentwicklung: „Wir werden es schaffen, wenn wir alle zusammenstehen, wenn wir heute dokumentieren, dass wir an der Zukunftsentwicklung mitwirken wollen.“

Reibungslose Gründung

Wie groß die Bereitschaft im Saal ist, das lässt sich nicht nur am großen Beifall für die Redner ablesen, sondern vor allem auch an der reibungslosen Vereinsgründung, der einstimmigen Wahl des Vorstands und der Zahl der neuen Mitglieder. Insgesamt 79 Bürgerinnen und Bürger erklären sich an diesem Abend bereit, nicht nur den symbolischen Mitgliedsbeitrag von 20,17 Euro jährlich zu entrichten, sondern auch den neuen Ornamenta-Verein zu unterstützen.

Unter der souveränen Leitung von Andrea Hermesmeier, Rechtsamts-Chefin der Stadt, wird die Satzung ohne Gegenstimme genehmigt, mit großem Interesse die kurze Programmvorstellung der Jubiläumsaktivitäten durch Gerhard Baral verfolgt und mit Beifall die Präsentation der Werbelinie durch Georgios Simoudis von der Agentur fg.branddesign quittiert. Und eines wird an diesem Abend ebenfalls deutlich: Das Jubiläum 2017 ist erst der Anfang. Mit der geplanten Ornamenta II im Jahr 2022 und den im Fünf-Jahres-Turnus folgenden Expos kann, will und muss die Goldstadt zeigen, welch großes Potenzial in ihr steckt.