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Maren Ade
Maren Ade
16.12.2016

Oscar-Chancen für „Toni Erdmann“

Die Oscar-Chancen für den deutschen Film „Toni Erdmann“ haben sich erheblich vergrößert. Die gefeierte Vater-Tochter-Geschichte von Regisseurin Maren Ade (40) schaffte es auf die Shortlist von Kandidaten, wie die Oscar-Akademie in Beverly Hills mitteilte.

Weltweiter Wettbewerb

85 Länder hatten sich für 2017 um den Oscar in der Sparte „nicht-englischsprachiger Film“ beworben. Neben „Toni Erdmann“ kamen unter anderem die Filme „The Salesman“ (Iran), „Ein Mann namens Ove“ (Schweden), „Einfach das Ende der Welt“ (Kanada) und „Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit“ (Dänemark) in die Vorauswahl. Auch Beiträge aus der Schweiz, Russland, Norwegen und Australien sind im Rennen.

Vor einem Jahr schaffte es der Film „Im Labyrinth des Schweigens“ von Giulio Ricciarelli über die Frankfurter Auschwitz-Prozesse als deutscher Beitrag auf die Shortlist, kam am Ende aber nicht in die Auswahl der fünf Nominierten. Der letzte deutsche Film, der offiziell für den Auslands-Oscar nominiert wurde, war 2010 „Das weiße Band“ von Michael Haneke. 2007 holte der Stasi-Film „Das Leben der Anderen“ von Florian Henckel von Donnersmarck die Trophäe nach Deutschland.

Für Golden Globe nominiert

„Toni Erdmann“ war Anfang der Woche auch für einen Golde Globe in der Sparte „bester nicht-englischsprachiger Film“ nominiert worden. Die Tragikomödie dreht sich um die schwierige Beziehung einer ehrgeizigen Unternehmensberaterin (Sandra Hüller) mit ihrem Alt-68er-Vater (Peter Simonischek). Die Globes vom Verband der Auslandspresse werden am 8. Januar in Los Angeles verliehen.

Am 24. Januar gibt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences bekannt, welche fünf Filme in die Endauswahl des Auslands-Oscars kommen. Die Preisverleihung geht dann mit der Moderation von Jimmy Kimmel am 26. Februar über die Bühne.