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Galeristin Gabriele Münster vor dem farbenfrohen John-Lennon-Porträt von Ulrike Seitz.  Foto: Meyer 

PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“: Verkaufsausstellung für wohltätige Zwecke im Artort-Kunstraum

Pforzheim. Malerei, Collagen, Fotografie, Druckgrafik, Plastiken und vieles mehr: Arbeiten von zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern aus der Region präsentiert Gabriele Münster in ihrem Dillweißensteiner Artort-Kunstraum – wegen der aktuellen coronabedingten Regeln nur virtuell.

Eigentlich war die Benefiz-Verkaufsausstellung mit dem Titel „why not“ (warum nicht) bereits für vergangenen Dezember geplant – konnte jedoch nur kurz öffnen, bis der Lockdown kam. „Trotzdem war das ein Erfolg. Einige Arbeiten gingen schon weg, was sehr erfreulich ist“, sagt Gabriele Münster. Sie hat die vergangene Zeit genutzt, um die Ausstellung mit weiteren Kunstwerken ergänzt und sich ein neues Konzept überlegt.

Wie läuft der Kauf nun ab?

Neudeutsch heißt das Verfahren „Click & Collect“. So kann man sich vorab ein Kunstwerk reservieren, bevor es weg ist. Dies startet zunächst mit dem Stöbern am heimischen Rechner. Auf www.pzlink.de/artort können die einzelnen Arbeiten angeschaut werden. Eine Bildergalerie gibt Aufschluss über Künstler, Formate und Preis. Dann kann man sie in Ruhe bestellen, nach Terminabsprache im Artort-Kunstraum an der Hirsauer Straße 124 anschauen und abholen – mit Maskenpflicht unter den aktuellen Hygieneregeln. Die Bezahlung erfolgt, so Münster, bargeldlos nach Rechnungsstellung durch den Besitzer.

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Sehr ästhetisch und grafisch-geometrisch angelegt sind Harald Preißlers Arbeiten. So auch diese „Dreifaltigkeit“. Foto: Meyer

Unter welchem Kontakt können sich Interessierte melden?

Gabriele Münster ist telefonisch unter (0157) 53625237 sowie per E-Mail an info@atelier-gm.de zu erreichen. Bei Interesse sendet sie weitere Informationen über die jeweiligen Kunstwerke zu.

Wann kann man die Kunstwerke anschauen und abholen?

Am kommenden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ist die Benefiz-Ausstellung jeweils von 11 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr geöffnet, oder auch nach vorheriger Vereinbarung. Am Freitag, 26. Februar, endet die Aktion.

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Friedensengel aus Holz-und Metallfundstücken von Constance Mürle. Foto: Meyer

Wem kommen die Verkaufserlöse zugute?

In erster Linie den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern, die oft besonders unter der Pandemie leiden, weil Galerien geschlossen sind und Messen nicht stattfinden. Ihnen soll die Ausstellung als zusätzliche Verkaufsplattform dienen. Und ihnen überließ Münster auch die Preisgestaltung. Ein Teilerlös der verkauften Kunstwerke geht an die PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“ und das christliche Hospiz in Pforzheim. Auch die Postkarten des Mail-Art-Projekts „Danach“ und „Das ewig Weibliche“ können gegen eine Spende erworben werden.

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Fotografien von Rosemarie Strobel-Heck. Sie belegte beim Fotowettbewerb Blende 2020 den ersten Platz in der PZ – in der Kategorie Himmelsphänomene. Foto: Meyer

Was ist ausgestellt und wie ist die Preisspanne?

Bereits für 15 Euro gibt es Kalligrafie-Drucke von Claudia Reutter, für 35 Euro schöne Holzobjekte von Kathleen Kilchenmann und Emaille-Bilder für 120 Euro von Gabriele Münster selbst. Am oberen preislichen Ende finden sich mit 1100 Euro die Malereien des Karlsruher Künstlers Jochen Schambeck. Die Vielfalt ist groß: Iris Caren von Württemberg zeigt Fotografien in der ihr eigenen, verschwommenen Technik. Spannend das in Kambodscha entstandene Schwarz-Weiß-Foto „Moto Race“ von Rosemarie Strobel-Heck mit seinen Wolken-Ungetümen, das beim „Blende“-Wettbewerb der PZ erfolgreich war.

Grafisch-geometrisch angelegt sind Harald Preißlers Arbeiten. Brigitte Neufeldt präsentiert Malereien, Monika Thiele stellt filigrane Zeichnungen aus. Sylvia Witzenmann fasziniert mit den dichten Geweben ihrer „Brick Prints“. Skulpturen und Objekte aus Holzfundstücken gibt es von Heinz Rupp.

Michael Müller

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