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Bruno Schirra führt vor, wie der „Islamische Staat“ organisiert ist – und was er wirklich vorhat. Foto: Sauer
Bruno Schirra führt vor, wie der „Islamische Staat“ organisiert ist – und was er wirklich vorhat. Foto: Sauer
Bruno Schirra führt vor, wie der „Islamische Staat“ organisiert ist – und was er wirklich vorhat. Foto: Sauer
Bruno Schirra führt vor, wie der „Islamische Staat“ organisiert ist – und was er wirklich vorhat. Foto: Sauer
Matthias Steiner – Olympiasieger im Gewichtheben – hat fast 50 Kilo verloren. Foto: WEISS
Matthias Steiner – Olympiasieger im Gewichtheben – hat fast 50 Kilo verloren. Foto: WEISS
28.08.2015

PZ-Autorenforum: Die Vielfalt der klugen Köpfe

Ab September kommen wieder Schriftsteller ins PZ-Autorenforum. Von Politik über Gesundheit und Boulevard ist für jeden etwas dabei.

Pforzheim. Pünktlich zum Ende der Ferien gehen auch die Lesungen im PZ-Autorenforum wieder los. Und – wie immer – stehen sie unter einem Motto: Vielfalt. Vom Islamischen Staat (IS) über Alzheimer hin zu den Bekenntnissen eines Olympiasiegers reicht das Spektrum.

Los geht es am Montag, 14. September. Franz Kotteder stellt sein Buch „Der große Ausverkauf“ vor. Darin kritisiert er die „Ideologie des freien Handels“, die – auch durch das Freihandelsabkommen TTIP – eine große Gefahr für die Demokratie sei.

Am Dienstag, 22. September, beschäftigt sich die Wissenschaftsjournalistin Christina Berndt mit einem ganz anderen Thema. In ihrem Buch „Resilenz“ beschreibt sie die gleichnamige psychologische Kraft und Widerstandsfähigkeit, mit deren Hilfe man mit persönlichen Krisen und Schicksalsschlägen besser zurechtzukommen lernt.

Heilung verspricht am Montag, 5. Oktober, auch Michael Nehls. Schon im Januar dieses Jahres war der Molekulargenetiker im Autorenforum zu Gast, um sein Buch „Die Alzheimer-Lüge“ vorzustellen. Die Vorträge waren so beliebt, dass sie zweimal wiederholt werden mussten – und auch beim dritten Mal noch ausverkauft waren. Nun kommt Nehls wieder nach Pforzheim und hat sein neuestes Buch – „Alzheimer ist heilbar“ – mit dabei. „Das Thema brennt den Leuten auf den Nägeln“, sagt Eckhard Mickel, der Organisator des Autorenforums: „Deswegen hat Nehls seine Thesen noch einmal eingedampft – in einen Ratgeber, der ganz konkret darstellt, wie man sich gegen Alzheimer schützen kann.“

Auch am Montag, 19. Oktober, gibt es ein Wiedersehen mit einem bekannten Autor. 2006 war der Journalist Bruno Schirra schon einmal in Pforzheim zu Gast. Damals wie heute spricht er zu seinem Spezialgebiet: dem Nahen Osten. „Dort ist Schirra unterwegs, seitdem er Journalist ist – und er hat exzellente Kontakte“, meint Mickel. In seinem Buch „ISIS – der globale Dschihad“ erklärt er, wie der „Islamische“ Staat seinen Terror nach Europa trägt. Schirra hat seine Thesen nicht vom Schreibtisch aus entwickelt, sondern den Nordirak besucht, als sich dort im Jahr 2014 der IS festgesetzt hat. „Er hat mit IS-Kämpfern gesprochen – und mit ihren Opfern.“ Herausgekommen ist ein Werk, das weder Analyse und Reportage ist – sondern beides.

Einer besonderen Gattung gehört auch das nächste Buch an, das der Autor Martin Walker am Dienstag, 27. Oktober, im Autorenforum vorstellen wird. Denn „Germany 2064“ steht als einziger Roman inmitten der sonstigen Sachbucher im Autorenforum. Und auch in anderer Hinsicht ist der Abend besonders. „Es wird keine normale Wasserglas-Lesung geben, sondern vielmehr ein Gespräch werden“, sagt Mickel. Gesprächsbedarf wird es bei Walkers Thesen sicher geben. Denn in Germany 2064“ entwirft er eine komplexe Zukunftsvision, in der hoch technisierte Städte ländlichen Kommunen gegenüberstehen – und sich gleichzeitig eine komplexe Kriminalgeschichte entwickelt.

Weniger kriminell geht es beim ehemaligen Gewichtheber Matthias Steiner zu, der im Jahr 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking eine Goldmedaille gewonnen hat. Ins Autorenforum aber bringt ihn am Montag, 16. November, ein anderer Erfolg: Denn 2013 macht Steiner Schluss mit Gewichtheben – und sagt gleichzeitig den überschüssigen Kilos den Kampf an. Mit Erfolg. 45 Kilos hat er abgenommen. Wie er das geschafft hat, verrät er im Autorenforum.

Gesund geht es am Donnerstag, 26. November, weiter. Dann nämlich wird Johannes Hinrich von Borstel mit seinem Buch „Herzrasen kann man nicht mähen“ für einen humoristischen Abschluss des Autorenforum-Jahrs sorgen – mit Mehrwert. Denn der studierte Mediziner schafft es in dem Buch, Wissenschaft und Humor zu verbinden. Und zwar bei einem Thema, das jeden angeht: das menschliche Herz, dessen Funktionsweise Borstel erklärt. Am Ende des Abends sind seine Zuhörer nicht nur bestens unterhalten – sondern auch ein Stück klüger. Wie bei jeder Veranstaltung im Autorenforum.