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„Der heilige Sebastian“ von Bronzino ist im Städel zu sehen. Foto :Thyssen-Bornemisza
Seymours „Workshop Chair“ wird im Vitra Design Museum ausgestellt. Foto: VDM/SGS
Giorgio de Chiricos „Metaphysisches Interieur mit großer Fabrik“. Foto: VDM/SGS
29.01.2016

PZ-Forum mit Claudia Baumbusch: Von den Medici bis zum Bauhaus

Der Bogen spannt sich weit: vom 14. Jahrhundert bis in die Gegenwart, von Malerei auf Goldgrund bis zum Design. Das bei den Lesern der „Pforzheimer Zeitung“ so beliebte PZ-Forum mit Claudia Baumbusch wartet wieder mit einer Reihe spannender Vorträge auf, die in engem Zusammenhang mit großen Ausstellungen stehen.

Bildergalerie: PZ-Forum: Kultur Programm mit Claudia Baumbusch

Einem in der Vortragsreihe völlig neuem Thema widmet sich die kommende Veranstaltung am Donnerstag, 11. Februar. Das Design des Bauhauses ist ebenso renommiert wie vielfältig. Die Verbindung von Kunst und Handwerk hat über Jahrzehnte hinweg spannende Werke entstehen lassen. Und so wird die Kunsthistorikerin über Maler wie Oskar Schlemmer, Lyonel Feininger, Paul Klee und Wassily Kandinsky, aber auch über Gestalter wie Norman Foster oder Hella Jongerius sprechen, die ebenfalls in der Schau „Das Bauhaus allesistdesign“ im Vitra Design Museum in Weil am Rhein (bis 28. Februar) vertreten sind. Die PZ-Fahrt zur Ausstellung findet am Samstag, 20. Februar, statt.

„Die sinnliche Lust am Gesehenen ist der Ursprung aller bildenden Kunst“, war einer der Leitsätze der Brücke-Künstler. Eine ihrer wichtigen Vertreter ist der Maler Max Pechstein (1881–1955), dessen Leben und Werk der Vortrag am Montag, 7. März, gilt. Seine Menschenbilder stehen im Zentrum der Schau im Kunstmuseum Ravensburg, die Ziel der Kunstfahrt am Samstag, 12. März, ist.

Symbolische Anspielungen und verstörende Elemente, mysteriöse Objekte und multiperspektivische Raumkonstruktionen sind Merkmale der Kunst von Giorgio de Chirico (1888–1978). Als einer der wichtigsten Wegbereiter des Surrealismus hat er mit der der Pittura metafisica einen ganz eigenen Stil entwickelt. Über sein wechselvolles Leben und seine Kunst spricht Claudia Baumbusch am 6. April. Unter dem Titel „Magie der Moderne“ zeigt die Staatsgalerie Stuttgart nicht nur die wichtigsten Werke des Künstlers, sondern setzt sie in einen Dialog mit Meisterwerken von Dalí, Magritte, Ernst oder Grosz (18. März bis 3. Juli). Die PZ-Fahrt nach Stuttgart ist für Samstag, 23. April, geplant.

Der letzte Großherzog starb einsam, deprimiert und kinderlos: Gian Gastone setzte mit seinem Tod 1737 einen Schlusspunkt unter die über 300-jährige Erfolgsgeschichte des Medici-Clans. Von Florenz aus hatte die Familie Einfluss auf den gesamten Kontinent ausgeübt. In ihrem Vortrag am Dienstag, 24. Mai, referiert Baumbusch über die Familiegeschichte mit Fokus auf das großherzogliche Florenz des 16. Jahrhunderts. In dieser Zeit entwickelte sich die Stadt zum ersten Zentrum des europäischen Manierismus, dem das Städel in Frankfurt mit über 120 kostbaren Leihgaben eine umfassende Schau widmet (24. Februar bis 5. Juni). Die Kunstfahrt findet am Samstag, 28. Mai, statt.

Die Bilder des Mittelalters sind bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts geprägt durch vergoldete Flächen. Künstler wie der Giotto setzten Hintergründe, Heiligenscheine und Gewänder effektvoll von der Malerei ab, indem sie sich der Glanzvergoldung bedienten. Welchen Effekt sie damit erzielten wird Claudia Baumbusch beim Vortrag am Dienstag, 7. Juni, erläutern und die wichtigsten Künstler dieser Malweise vorstellen. Die Münchner Ausstellung „Auf Goldenem Grund“ wird bei der Fahrt am Samstag, 18. Juni, besucht.