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Von Litauen kurz mal nach Knittlingen: Sänger Peter Freudenthaler von Fools Garden ist gerade viel unterwegs.  Anspach
Von Litauen kurz mal nach Knittlingen: Sänger Peter Freudenthaler von Fools Garden ist gerade viel unterwegs. Anspach
Die Pforzheimer Band LAY5 mit Matthias, Emily, Till, Jascha und Sebastian (von links) spielt mit Fools Garden am Samstag in Knittlingen. Finna
Die Pforzheimer Band LAY5 mit Matthias, Emily, Till, Jascha und Sebastian (von links) spielt mit Fools Garden am Samstag in Knittlingen. Finna
18.12.2015

PZ-Interview mit Peter Freudenthaler: „Zehntes Album im 25. Jubiläumsjahr“

Kurz vor Weihnachten gibt "Fools Garden" immer ein spezielles Konzert: Direkt vor ihrer Haustür spielen die Musiker um Peter Freudenthaler seit zehn Jahren im "Cellarium" in Knittlingen. So auch an diesem Samstag – als Zwischenstopp zwischen großen Auftritten in Litauen.

PZ: Was ist für Sie das Besondere an diesem Konzert?

Peter Freudenthaler: Für uns ist das immer ein guter Abschluss des Jahres. Obwohl das jetzt nicht so ganz stimmt, weil wir am zweiten Weihnachtsfeiertag und an Silvester in Litauen auftreten. In Knittlingen spielen wir unplugged, neben Volker Henkel ist noch unser zweiter Gitarrist Gabriel Holz, das passt am besten zur intimen Atmosphäre des Cellariums.

PZ: Es gibt dann auch immer ganz spezielle Gäste, die mit Ihnen auftreten?

Peter Freudenthaler: Wir laden immer Nachwuchstalente ein, die uns das Jahr über aufgefallen sind. Beispielsweise die Schweizer Songwriterin Bettina Schelcker, die ich vor Jahren beim Projekt „Menschenskinder“ kennengelernt habe. Sie ist inzwischen Stammgast mit ihren Auftritten im Cellarium geworden. Sie schreibt wunderschöne Lieder, steht allein mit ihrer Akustikgitarre auf der Bühne und berührt die Seelen der Menschen. Dann hatten wir Milene dabei, die Preisträgerin von Udo Lindenbergs „Panikpreis“. In diesem Jahr ist es die Pforzheimer Band LAY5.

PZ: Wie wichtig ist Ihnen die Förderung von Nachwuchsmusikern?

Peter Freudenthaler: Wir haben nicht vergessen, wie schwierig es am Anfang war und wie wichtig es ist, Auftrittsmöglichkeiten zu bekommen. Und nicht nur für diejenigen, die Musik machen ist es wichtig, sondern auch für die Hörer. Musik ist die universelle Sprache auf dieser Welt. Wenn man in einem gewissen Alter ist, über den Tellerrand hinausgeblickt und die Eitelkeiten abgestreift hat, begreift man, dass es nicht um bestimmte Stilistiken, um rein materielle Erfolge geht, sondern um die Musik überhaupt. Wenn man das mit jungen oder auch älteren Menschen teilen kann, ist es einfach schön. Und wenn man dann auch noch Veranstalter hat, wie im Cellarium, die das gerne mittragen, dann freut uns das und die jungen Musiker, die diese Tradition hoffentlich auch weitertragen, wenn sie erfolgreich sind. Ich hatte solche Erfahrungen mit Wolle Kriwanek, meinem musikalischen Ziehvater, der mir mit Rat und Tat zur Seite stand.

PZ: Warum haben Sie gerade LAY5 mit einem Durchschnittsalter von 15 Jahren ausgewählt?

Peter Freudenthaler: Ich war in der Jury beim Nordschwarzwald Music Contest, den die Band dann gewonnen hat. Ich fand sie sehr erfrischend: die 16-jährige Sängerin Emily, die vorne stand, als sei sie ein alter Profi und die Jungs, die ihre Instrumente wirklich gut beherrscht haben. Ich war in diesem Alter noch nicht so weit.

PZ: Was steht bei Ihnen in naher Zukunft an?

Peter Freudenthaler: Wir waren gerade vergangenes Wochenende in Litauen und sind ja bald wieder dort. Im neuen Jahr haben wir Zeit fürs Studio eingeplant. Wir sind ja ziemlich überraschend zu unseren jüngsten Album „Flashback” durch die Fernsehsendung „Die 90er” bei RTL Nitro und durch Sony Music gekommen. Eigentlich waren wir gerade am Schreiben für unser neues Studio-Album. Die Arbeit haben wir dann auf Eis gelegt. Aber jetzt haben wir uns vorgenommen, von Januar bis März verziehen wir uns ins Studio und machen unser neues Album weitestgehend fertig. Dann bringen wir in unserm 25. Jubiläumsjahr unser zehntes Album heraus.

PZ: Und wie läuft die neue CD?

Peter Freudenthaler: Gerade vor Weihnachten verkauft sich „Flashback“ mit den Cover-Titeln gut. Ein ganz positiver Nebeneffekt ist, dass wieder viele Menschen mitbekommen haben, dass es uns noch gibt. Die TV-Shows mit Peter Illmann werden zwischen Weihnachten und Neujahr wiederholt, ich bin im Januar bei Markus Lanz zu Gast und dann bei Sat.1.