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Leonie (4) versucht sich an der Pauke.
Leonie (4) versucht sich an der Pauke.
Im „Toccarion“ wird aus jedem Kind ein Musiker – und aus vielen sogar ein ganzes Orchester. Das sorgt auch bei den jungen PZ-Lesern für Begeisterung.  Schweigert
Im „Toccarion“ wird aus jedem Kind ein Musiker – und aus vielen sogar ein ganzes Orchester. Das sorgt auch bei den jungen PZ-Lesern für Begeisterung. Schweigert
Die Musiklotsin Melina Elbe-Hegenauer (Zweite von rechts) erklärt, wie man dem Kontrabass Töne entlockt. Das muss Alexandra (10, Mitte) direkt ausprobieren. Philipp (9), Andrea (9), Nils (5) und Mika (7, von links) lauschen gebannt.
Die Musiklotsin Melina Elbe-Hegenauer (Zweite von rechts) erklärt, wie man dem Kontrabass Töne entlockt. Das muss Alexandra (10, Mitte) direkt ausprobieren. Philipp (9), Andrea (9), Nils (5) und Mika (7, von links) lauschen gebannt.
19.01.2016

PZ-Leser haben das Musikmuseum „Toccarion“ besucht

Das war ein toller Tag. Da sind sich alle einig. Rund 50, vor allem junge Leser der „Pforzheimer Zeitung“, zählten zu den glücklichen Gewinnern eines PZ-Gewinnspiels. Der Preis? Eine Reise ins Baden-Badener Musik-Museum „Toccarion“.

Jetzt haben sie ihn bei einer von der Jakob-und-Rosa-Esslinger-Stiftung finanzierten Fahrt eingelöst. Mit dem eigenen Bus und mit elterlicher Begleitung geht es los. Direkt ist klar: Die musikalische Vorbildung der Gewinner ist enorm. Denn die allermeisten Kinder lernen schon selbst ein Instrument, sind keine unkritischen Museumsbesucher – und lassen sich trotzdem überzeugen. Und zwar vom ziemlich einzigartigen Konzept des „Toccarions“: Hier ist Musik, gerade klassische, keine steife Sache, bei der es stillzusitzen gilt, und ernst zu gucken.

Nein, hier geht es um das lebendige Probieren, Selbermachen – und so richtig auf die Pauke- hauen. Das können die jungen Leser in den prächtigen Räumen des ehemaligen Baden-Badener Bahnhofs, in dem das „Toccarion“ untergebracht ist.

Das Thema „Klangfarbe“ verdeutlichen die Musiklotsinnen in einem in allen Farben leuchtenden Raum. Mit Modellen des menschlichen Gesangs-Apparats lernen die Kinder, wie überhaupt ein Ton entsteht. Die beste Voraussetzung für den Höhepunkt der Führung: das Ausprobieren der Instrumente. Obwohl die meisten schon jahrelang selber musizieren: Die Instrumente lösen riesige Faszination aus.

„Wer will die Trompete ausprobieren“, fragt die Musik-Lotsin Kristina Daniel – und die Hände jagen hoch. Reihum probieren sich die Kinder am prächtigen Instrument. Aus manchem erwachsenen Mund kommt nur leises Gepuste; aber die meisten Kinder bekommen stattliches Gedröhne aus der Trompete – und haben noch lange nicht genug.

Später haben die Einzelnen ihr Lieblingsinstrument eingekreist, hören einander zu, und warten darauf, auch selbst probieren zu können. Denn wo geht das schon? Nach Herzenslust richtig Krach machen – und gleichzeitig eine Menge lernen. Die Kinder aus Pforzheim wissen jetzt, wo das geht.