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Alexander Huberth mit seinem Krimi „Bauernhochzeit“. Foto: Meyer
Alexander Huberth mit seinem Krimi „Bauernhochzeit“. Foto: Meyer
13.07.2018

PZ-Redakteur Huberth bringt neues Buch heraus: „Meine Krimis sind in erster Linie Komödien“

PZ-Interview mit PZ-Redakteur Alexander Huberth über seine Romane.

Als Kommentator und Glossenschreiber kennen ihn die Leser der PZ. Nun gibt es eine weitere Seite von Alexander Huberth zu entdecken.

PZ: Warum schreibt ein Politik-Redakteur eigentlich Krimis?

Alexander Huberth: Aus Lust und Laune. Ich habe schon früher versucht, ein Buch zu schreiben und dabei gelernt: Anfangen ist einfach, einen Roman zu Ende zu bringen dagegen sehr schwierig. Bis mir klar wurde, dass ich es vielleicht mal humoristisch versuchen sollte, das liegt mir einfach. Deshalb sind meine Krimis in erster Linie Komödien.

„Bauernhochzeit“ ist Dein Erstlingswerk. Um was geht es?

Leo, ein erfolgloser Privatdetektiv, wird zur Hochzeit seiner Ex-Freundin in sein Heimatdorf im Schwarzwald eingeladen. Gemeinsam mit seinem Kumpel Johann und Samson, dem riesigen Hund seiner Assistentin, fährt er hin und gerät mitten in eine spektakuläre Entführung. Außerdem gärt es in der Dorfgemeinschaft, ein Toter lehnt an einem Baum und nicht alles ist so, wie es scheint.

Gibt es Vorbilder für die handelnden Personen und Tiere?

Nicht wirklich. Samson heißt so, wie unser eigener Hund. Allerdings ist der echte Samson nicht annähernd so heldenhaft wie die Romanfigur. Autobiografisch ist in den Büchern nichts. Wäre ja auch langweilig – mein Leben ist wesentlich weniger aufregend als das von Leo.

Manchmal gibt es mehr als nur ein erotisches Knistern zwischen Leo und Marie. Wie deftig darf es in Deinen Krimis denn zur Sache gehen?

Auf explizite Sexszenen mit detaillierten Schilderungen verzichte ich. Doch es gibt sicherlich Leser, denen auch diese erotischen Andeutungen zu weit gehen. Ich finde sie aber harmlos.

Und da ist noch die Sache mit dem badischen Humor. Verstehen den auch Norddeutsche?

Das weiß ich nicht, ich bin ja keiner. Im Ernst: Ich benutze nur an ganz wenigen Stellen Dialekt. Grundsätzlich könnte die Handlung überall spielen.

Hast Du für „Bauernhochzeit“ einen Verlag gesucht und gefunden oder kam der Krimi auf andere Art zu seinen Lesern?

Ich habe gar nicht erst nach einem Verlag gesucht, sondern veröffentliche ausschließlich bei Amazon. Da bin ich mein eigener Herr und habe keinen Druck.

War das Ganze so erfolgreich, dass es einer Fortsetzung bedurfte?

Mittlerweile gibt es zwei weitere Bände: „Das letzte Halleluja“ und „Mexikanische Nacht“. Ich hoffe, dass noch in diesem Jahr die Bücher vier und fünf erscheinen.

Lesen Sie ab Dienstag als PZ-Fortsetzungsroman den Krimi „Bauernhochzeit (bei Amazon erhältlich, 300 Seiten, E-Book 2,99 Euro, Taschenbuch 9,99 Euro).

Alexander Huberth wurde 1972 in Freiburg geboren. Seit 2001 ist er Redakteur bei der „Pforzheimer Zeitung“, seit 2010 als Leiter des Newsdesks. Sein erstes Buch „Bauernhochzeit“ erschien 2015. Huberth lebt zusammen mit Frau, Tochter, Hund und zwei Katzen.